Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg
Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg

Frühere Meldungen

 

2015 - Juli / August / September - 2015

 

30.09.15: Blumberger Gläubige pilgern in den Schwarzwald
27.09.15: St. Vitus-Kirchengemeinde sagt Dank für eine gute Ernte
26.09.15: – ohne zu wissen, warum…« / » – sans savoir pourquoi…«
24.09.15: Motorradunfall auf der B 314 bei Fützen
23.09.15: Von Gelbmöstlern, Igel und Schnapsbrenner.
20.09.15: Fröhlicher Empfang für die Erstklässler in Fützen
17.09.15: Zwei neue Lehrkräfte an der Grundschule Fützen
11.09.15: Der letzte Schnitt
03.07.15: Ortsvorsteher Schloms als Musiker „on Tour”
02.09.15: Schulgeschichte von Fützen (Ergänzungen)
20.08.15: Mittwochwanderer
16.08.15: Ein herzliches Adieu
07.08.15: Strohballen für die Schweiz
06.08.15: Flächenbrand beim Strohballenpresssen
02.08.15: Fahrzeugsegnung in Fützen
01.08.15: Die Vollmondwanderer von Fützen
29.07.15: Schulentlassung bei der Grundschule Fützen
26.07.15: Pfarrer segnet die Autos der Kirchenbesucher
23.07.15: St.Gallus-Senioren schlemmen unter Ottmars Zwetschgenbäumen

20.07.15: Pfarrer Brandl verabschiedet langjährige Messdiener

17.07.15: Ernte in vollem Gange
12.07.15: Ein sanftes Ruhekissen für den scheidenden Seelsorger

12.07.15: Dorfhock lockt Besucher an
07.07.15: Pfarrer Karlheinz Brandl sagt Danke
04.07.15: Brunhilde Wild gestorben

Blumberger Gläubige pilgern in den Schwarzwald

Zusammen mit über 400 Pilgern aus dem Dekanat Schwarzwald-Baar verbrachten 56 Blumberger Gemeindemitglieder einen erbauenden Nachmittag bei der alljährlichen Dekanats-Altenwerk-Pilgereise in der Wallfahrtskirche „Maria in der Zarten“ in Hinterzarten.
Nach der Begrüßung durch Altenwerk-Diözesanleiterin Edith Fabry aus Villingen zelebrierte Alt-Dekan und Pfarrer i.R. Andreas Huber (Bad Dürrheim) den feierlichen Gottesdienst. Mitzelebrant war Diakon Karl-Heinz Groß (St. Johann, Bad Dürrheim). Die Blumberger Organistin Irene Reitze begleitete die Liturgiefeier an der Orgel.
Das Motto der sehr bewegenden Predigt des immer noch rüstigen und langjährigen Seelsorgers von Riedöschingen lautete: „In Würde und in der Hoffnung sterben 2. Kor. 5,1. 6-10. Nach dieser seelischen Stärkung bot sich Gelegenheit im nahen Hotel Imbery bei zünftigem Vesper das christliche Miteinander zu pflegen.
Auf der Heimreise dankte Erich Schüle den Reiseleiterinnen Irene Reitze, Gaby Butscher und Angelika Maus für die gewohnt gute Organisation und Betreuung.
(30.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Vitus-Kirchengemeinde sagt Dank für eine gute Ernte

Einen feierlichen Dankgottesdienst zelebrierte Pfarrer Erwin Roser (Riedböhringen) in der Pfarrkirche St. Vitus mit den Gemeindemitgliedern.
Die Schola unter der Leitung von Renate Günthner, die an der Orgel auch als Solistin auftrat, begleitete das Amt mit gut einstudierten Liedern. Pfarrer Roser verwies in seiner Ansprache auch auf die Rede von Papst Franziskus in New York, da er den schonenden Umgang gerade auch mit Gottes Schöpfung und den Gaben, die die Natur hervorbringe, anmahnte.

Mit einer deftigen Gemüse-oder Kürbissuppe samt dicker Fleischeinlage oder Wienerle verwöhnten die Pfarrgemeinderätinnen und das Helferteam die Gäste im Pfarrhauskeller. Gerne wurde auch den, von den besten Bäckerinnen aus Fützen hergestellten Torten und Kuchen zugesprochen. Der Erlös dieser Veranstaltung geht in die Rücklagen zur Ausbesserung des Kirchenvorplatzes.
(27.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

– ohne zu wissen, warum…« / » – sans savoir pourquoi…«
Stühlingen und Bellême erinnern an den 1. Weltkrieg
Ausstellung vom 2. bis 18. Oktober 2015

»Schür am Stadtgraben«

Mit seiner neuen Ausstellung gratuliert der Schwarzwaldverein den Partnerschaftskomitees Stühlingen und Bellême herzlich zu 35 Jahren Jumelage!

Die Ausstellung befasst sich in erster Linie mit den persönlichen Schicksalen von Soldaten des 1.Weltkriegs aus Stühlingen und unserer Partnerstadt Bellême. Bei deren Erforschung halfen uns vor allem Feldpostkarten und -briefe. Wichtige Aspekte liefern die Kriegstagebücher und Fotos des Literatur-Nobelpreisträgers Roger Martin du Gard, der in Bellême lebte.

Dank entsprechender Dokumente können wir auch über Ereignisse in Stühlingen in der Zeit des 1.Weltkrieges 1914 – 1918 berichten.

Zeitgenössische Kunst von ANRA, Kolibri, Tom Leonhardt und Gerhard Schwarz ergänzt die historischen Ausstellungsstücke aus privater und musealer Hand.
(26.09.15)

Programm zur Ausstellung in Stühlingen
– ohne zu wissen, warum…« » – sans savo[...]
PDF-Dokument [260.0 KB]
Einladungsflyer zur Ausstellung
Einladung zur Aussstellung.pdf
PDF-Dokument [554.8 KB]

Motorradunfall auf der B 314 bei Fützen
Am Donnerstag kurz nach 15 Uhr kam es auf der Fützener Ortsumgehung der B 314 zu einem Unfall durch Selbstverschulden, in dessen Folge die Umgehungsstraße bis gegen Abend gesperrt war. Der Verkehr wurde zwischenzeitlich durch den Ort umgeleitet.
Zu dem Unfall ca. 300 m oberhalb der Ausfahrt Fützen Süd kam es, als ein junger Motorradfahrer aus Richtung Randen kommend einen Schweizer PKW auf der in diesem Bereich einspurigen Strecke im Überholverbot überholen wollte. Im Zuge dieses Manövers unterlief ihm ein Bremsfehler, infolgedessen der Biker zu Fall kam und quer über die beiden Gegenfahrbahnen geschleudert wurde. Der junge Mann kam auf der Straße zu liegen, während das Motorrad in den Graben rutschte. Eine Kollision mit dem Gegenverkehr fand nicht statt.
Nach dem raschen Eintreffen der Rettungskräfte nahm der Notarzt die Erstversorgung vor. Anschließend wurde der erheblich verletzte junge Mann vom inzwischen eingetroffenen Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen.
Zur Unfallaufnahme durch die Polizei blieb die Straße noch längere Zeit für den Verkehr gesperrt.
(24.09.15)

Von Gelbmöstlern, Igel und Schnapsbrenner

Auch in diesem Jahr hat Richard Burger, renommierter Besitzer einer Hausbrennerei, wieder Hochsaison, wenn es gilt, das Erntegut von den Streuobstwiesen rund um den Ort einzusammeln. Dabei ist das Obstauflesegerät, der „Obstigel“, ein hilfreiches Handwerkszeug. Mit diesem pflegeleichten Gerät können, je nach Dichte des liegenden Streuobstes und der Bodenbeschaffenheit, in der Stunde bis zu 1500 Kilogramm Obst aufgelesen werden.
Burger erwartet gute Ernteergebnisse, sowohl bei Birnen, als auch bei Äpfeln. Zwar sind die Früchte nach dem trockenen Sommer klein, doch ist der Behang sehr gut und, was für die Brennerei wichtig, der Zuckergehalt der Früchte lässt eine gute Branntwein-Qualität erwarten. Auch bei Spätzwetschgen rechnen die Baumbesitzer mit einer ordentlichen Ernte bei guter Qualität.
Stefan Meister (Tel. 07702/47850) vom Wyhlhof nimmt ab sofort Anmeldungen für den Mostbetrieb im ehemaligen Dreschschuppen (jetzt Niesen), entgegen.
(23.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Fröhlicher Empfang für die Erstklässler in Fützen

Mit dem pfiffigen Lied: „Kommt alle in die Schule“ begrüßten die Zweit-, Dritt- und Viertklässler in der Grundschule Fützen am vergangenen Samstag die neuen Abc-Schützen.
Nach dem obligatorischen Presse-Foto begrüßte Angelika Sitte, auch weiterhin kommissarische Leiterin der Fützener Schule, die Kinder, wie auch die wieder zahlreich anwesenden Eltern, Tanten und Omis. Die erfahrene Pädagogin aus Riedöschingen fand verbindliche Worte an die zunächst noch etwas ängstlich dreinschauenden „Neuen“. Zum Glück wussten diese ihre Eltern oder Geschwister im Schulsaal hinter sich.
Es war erstaunlich, wie die beiden ebenso neuen Klassenlehrerinnen Regine Meder und Sophia Schumacher, die nun weiter folgenden gut einstudierten Lieder und Theaterstücke mit ihren Schülern buchstäblich aus dem Hut gezaubert hatten. Schließlich waren auch sie erst seit fünf Tagen in Fützen an ihrer neuen Dienststelle (wir berichteten). Doch auch Ihnen, wie ihren Zöglingen machten die Auftritte sichtlich Spaß und die Gäste sparten auch nicht mit verdientem Applaus und viel Lob. So konnte man mit Recht von einem allseits gelungenen Einstand in freundlicher Atmosphäre und damit von einem guten Omen für den weiteren Fortbestand der Fützener Schule sprechen.
Während die Eltern in den  Schulräumen von fleißigen Helferinnen (Müttern) mit Kaffee, Kuchen, oder Wurstbrötchen versorgt wurden, gingen die Erstklässler ins ansprechend dekorierte Klassenzimmer zur ersten Schulstunde mit ihrer Klassenlehrerin Regine Meder, die sich übrigens an diesem Tag bereits auch am E-Piano wie mit der Gitarre bewährte.
Angelika Sitte dankte allen Helfern für die gute Vorbereitung und sicherte den Eltern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und einen kontinuierlichen Schulunterricht zu. An der Feierstunde nahm auch Ortsvorsteher Georg Schloms teil. Ab dem neuen Schuljahr werden in Fützen wieder 36 Kinder unterrichtet, davon sieben aus Fützen und drei aus Epfenhofen.
(20.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Regine Meder (l.) und Sophia Schumacher

Zwei neue Lehrkräfte an der Grundschule Fützen

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2015/16 haben in Fützen zwei neue Lehrerinnen ihren Dienst angetreten. Nachdem in den vergangenen Jahren ein großer Lehrerwechsel einen kontinuierlichen Unterricht erschwerte, was den Eltern, wie auch den Schülern nicht immer gefiel, wird nun mit der erfolgten Neubesetzung wieder eine planbarer Unterrichtsverlauf  gewährleistet sein.
Bekanntlich musste im vergangenen Jahr der pensionierte Rektor und langjährige Lehrer Michael Müller wieder aktiviert werden und die Schulleiterin aus Riedöschingen, Angelika Sitte, leitete den Schulbetrieb kommissarisch. Dies wird auch bis auf weiteres so bleiben, die Schulleiterstelle für Fützen ist zwar ausgeschrieben, bis jetzt aber ohne Erfolg. Indessen freuen sich die neuen Lehrerinnen auf ihre neue Aufgabe in Fützen.

Zum neuen Schuljahr wurde Sophia Schumacher (27) vom Schulamt der Grundschule Fützen zugewiesen. Für sie ist es die erste Dienststelle. Die Geburtsheimat der jungen Dame ist Haslach im Kinzigtal. Ihr Studium zum Lehramt absolvierte sie an der PH-Freiburg. Die anschließende Referendarstelle war an der „Kinzigtalschule“ in Offenburg. In Fützen unterrichtet sie die Klassen drei und vier. Ihren derzeitigen Wohnsitz in Freiburg wird sie baldmöglich näher zu Blumberg verlegen.

Regine Meder (46), geboren und aufgewachsen in Ulm, hat bereits 25 Jahre Schuldienest geleistet. Nach der „Babypause“ und 15 Jahren Schuldienst an der Grundschule Tuningen suchte sie noch einmal eine neue Herausforderung und konnte ihren neuen Wirkungsort wählen. Gerne entschied sie sich für Fützen, da sie angenehme Erinnerungen aus ihren ersten fünf Dienstjahren in Riedböhringen hat und ihr die die Raumschaft Blumberg vertraut ist. Ihren Wohnsitz hat die „Neue“ mit ihrer Familie in Pfohren.

Frau Meder unterrichtet die Klassen eins und zwei, wird aber auch den Schülerchor leiten und ist künftig zuständig für die aktive Kooperation der Grundschule mit dem Kindergarten in Epfenhofen.

Elisabeth Bulitta ist weiterhin für den rk. Religionsunterricht zuständig, die Kinder der altkatholischen Religionsgemeinschaft werden weiterhin von Pfarrer Guido Palazzari unterwiesen.
Wie erwähnt wird Angelika Sitte bis auf weiteres den Schulbetrieb leiten. Doch ließ sich mit dem neuen Schuljahr der Lehrplan so gestalten, dass sie in Fützen, wie im vergangenen Jahr notwendig, keine Unterrichtsstunden mehr halten muss. Die Einschulung der neuen Erstklässler erfolgt am kommenden Samstag, 19. September, um 10 Uhr. Wir werden berichten.
(17.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Der letzte Schnitt
Fützens Landwirte häckseln über 40 Hektar Mais

Futtermais ist bei den Landwirten inzwischen ein wichtiges Beifutter in der Milchwirtschaft. Leider hat die trockene Witterung in den vergangenen Wochen, da die Pflanzen viel Wasser für das Wachstum gebraucht hätten, die Ernteergebnisse ziemlich vermasselt. Nach einhelliger Auskunft liegt der Ertrag etwa ein Drittel unter dem vor einem Jahr, wozu auch die Wildscheine in diesem Jahr wieder einen kräftigen Beitrag leisteten. Nicht genug, dass sie in den Maisfeldern wieder große Schäden anrichteten, auch in der neuen Raps-Aussaat sind die Schwarzkittel bereits wieder zu Gange.
Das anhaltende trockene Wetter hat nun den Vorteil, dass der schwere Maishäcksler, den die Landwirte, wie auch Adolf Leingruber aus Epfenhofen, aus Lausheim angeheuert haben, die Äcker problemlos befahren und abernten konnte. Dieses Jahr nun benötigen die Fützener Landwirte den ganzen Mais-Ernteertrag für die Fütterung, sodass kein Verkauf an Biogasanlagen; wie in den vergangenen Jahren, erfolgen kann.
Ohnehin plagt die Landwirte die Sorge, ob sie, nachdem es derzeit wenig Grünfutter gibt, schon bald von den Vorräten zehren müssen und im schlimmsten Fall bis zum Frühjahr ihre Viehbestände mangels Futter reduzieren müssen.
Auf Grund der dann herrschenden Nachfrage dürfte der Zukauf von Heuballen sehr teuer sein. Mit Blick auf den miserablen Milchpreis kein gutes Omen für die kommenden Monate. Doch neben verständlichem Zorn über die Wildschweine ist bei den Fützener „mannhaften“ Bauersleuten von Lethargie nichts zu spüren, schließlich weiß man, dass die Natur sich jedes Jahr anders verhält und nicht voraus berechenbar ist.
Kleiner Lichtblick: Richard Burger, Betreiber der Fützener Edelbrennerei, spricht von einer zu erwartenden guten Obsternte, zwar seien die Früchte zum Teil klein, aber insgesamt doch reichlich am Baum und vor allem sei der Zuckergehalt hervorragend.
(11.09.15 – Bericht und Bilder: Schüle)

Ortsvorsteher Schloms als Musiker „on Tour”
Die „Burning Jerrycans“ feat. Georg Schloms kommen wieder in den Schwarzwald und gastieren am 4. Sept. 2015 im Irish Pub in Villingen sowie am 5. Sept. 2015 in der Kaktus-Bar in Blumberg.
Die „Burning Jerrycans“ sind aus der 1982 am Niederrhein gegründeten Band “Cadillac Walk” hervorgegangen: Jo Gormanns (Gitarre), Georg Schloms (Gitarre), Bernd Kubik (Schlagzeug), Jogi Dey (Bass). 5 Jahre lang hat die Band viele schweißtreibende Konzerte gegeben und dabei zusammen mit dem Publikum sehr viel Spaß gehabt. Nach dem Wegzug von Georg Schloms in den Schwarzwald 1987 und beruflicher Veränderung bei Jogi Dey, stieß der jetzige Bassist Fritz Ulber zu Jo und Bernd, die ab dann unter dem neuen Namen “Burning Jerrycans” erfolgreich als Trio weitermachten.
Anlässlich des 50. Geburtstags von Schlagzeuger Bernd Kubik 2007 hat Georg Schloms nach langer Pause mal wieder die Gitarre in die Hand genommen, mitgespielt und beschlossen einige Male im Jahr die 600 km Anreise zum Proberaum zu machen. Im letzten Jahr stand dann zum ersten Mal der Gegenbesuch der Band in den Schwarzwald an, bei dem sowohl Studioaufnahmen gemacht wurden und nach über 25-jähriger Bühnenabstinenz ein sehr lebendiges Konzert in der Kaktus-Bar in Blumberg gegeben wurde. Mittlerweile ist wieder ein volles Bühnenprogramm entstanden, das den englischen Rhythm & Blues der 60er und 70er erleben lässt.
(03.07.15)

Schulgeschichte von Fützen (Ergänzungen)
Als Ergänzung zum Bericht vom 18. Juni 2015 (Über die Geschichte der Fützener Dorfschule) über die Schulgeschichte in Fützen folgen hier noch weitere Details zur Schulgeschichte nach dem Krieg.
Das Schulhaus war durch Kriegseinwirkung im April 1945 total zerstört worden. So fehlte es, nachdem die französischen Besatzungsmächte den Schulbetrieb wieder erlaubten, an geeigneten Räumlichkeiten.
Als Notlösung dienten hierzu die ehemalige Kochschule in der Zehntscheune (heute Feuerwehrgerätehaus), sowie die Schankwirtschaft der „Restauration zum Hannesli“.
Der „Hannesli“ war bekanntlich durch die Franzosen komplett beschlagnahmt und allmählich wieder für die schulischen Zwecke zur Verfügung gestellt worden.
Im Jahre 1946 baute die Gemeindeverwaltung eine Baracke für den Schulbetrieb, da wo später die Lehrerwohnungen standen (heute privatisiert).
Am 29. Oktober 1950 konnte schließlich in einem feierlichen Akt das mit einem Staatszuschuss erstellte Rat-und Schulhaus wieder eingeweiht werden.
(02.09.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Mittwochwanderer
Seit Jahren sind die „Mittwochwanderer“ von Blumberg mit ihrem Wanderführer und Ideengeber Theo Gasper eine feste Größe unter den Blumberger Naturfreunden. Kaum ein Tal, ein Berg oder Aussichtspunkt, der zwischen Schaffhausen-Stühlingen oder auf der Baar und im Hegau nicht „erwandert“ wurde.
Am vergangenen Mittwoch nun hieß es wieder: „Der Weg ist das Ziel“ und das Ziel war dieses Mal Fützen mit seinen Wanderwegen Richtung Achdorf über  den „Bielwasen“, den weniger bekannten Gewannen „Rohren“ und  „Thalen“ bis zum Steilhang Richtung Wutachschlucht.
Der Höhepunkt des Wandertages war schließlich die Besichtigung der renovierten Antoniuskapelle an der Straße von Epfenhofen nach Fützen. Hier zeigte sich Wanderfreund Klaus Gut als ortskundiger „Kapellenmeister“ mit profunden Kenntnissen über die Entstehungsgeschichte des historischen Kleinodes. Auf Anregung von Angelika Maus wurde aus vollen Kehlen das Kirchenlied „Großer Gott wir loben Dich“ gesungen und ein Bittgebet zum Heiligen Antonius um den allezeit rechten Weg, aber auch im Gedenken an die verstorbenen Wanderfreunde, gesprochen.
Dann aber ging es zielstrebig hinab in den „Galli“ (Gasthaus zum Kranz), wo die freundliche Wirtin Ulrike bereits die bestellten schmackhaften Hähnchen (Galli-Giggel) in der großen Fritteuse bereithielt.
(20.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Ein herzliches Adieu
St. Vitus Gemeinde verabschiedet Pfarrer Peter Walter

Seinen letzten Gottesdienst in Fützen zelebrierte Pfarrer Peter Walter anlässlich der Vorabendmesse zum Gedenken an „Maria Himmelfahrt“. Am Montag fährt der „Pensionär“ nach elf Jahren seelsorgerischem Wirken auch in der Gemeinde Fützen in seine Heimat Polen zurück (wir berichteten)
Ursula Arlt als Sprecherin des Pfarrgemeinderates dankte ihm im Namen der Pfarrgemeinde mit herzlichen Worten für sein segensreiches Wirken in der Gemeinde, nicht zuletzt auch mehrere Jahre als Religionslehrer an der Grundschule Fützen. Als kleine Erinnerung überreichte sie ihm eine Kerze mit den Insignien des Marienaltares von Fützen.
(16.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Strohballen für die Schweiz
Tropische Hitze auf den Feldern, nur die Preise sind im Keller

Trotz des anhaltenden trockenen Sommerwetters, erwarten die Fützener Landwirte eine durchschnittliche Getreideernte. Bis zum kommenden Wochenende sind auch die Weizenfelder abgeerntet. Beachtenswerter Nebenaspekt ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren der optimale Trockenzustand der Körner, sodass diesbezüglich keine Auswuchsschädigungen und zu hoher Feuchtigkeitsgehalt negativen Einfluss auf die Verkaufspreise haben.
Hochbetrieb herrscht dieser Tage wieder bei Familie Tritschler, die seit über 30 Jahren das Stroh vom Acker weg aufkauft, zu Ballen presst und über einen Spediteur in die Schweiz vermarktet. Hochaufgetürmt fahren die Laster das Stroh bis in die Innerschweiz. Abnehmer sind renommierte Pferdestallungen, oder auch Bergbauern. Das bedeutet Großeinsatz bei der Familie Robert, Lydia, Roland, Andreas und Ralf Tritschler, die als eingefuchstes Team täglich bis in die späten Abendstunden dabei sind, das Stroh zu pressen und auf die bereitgestellten  Lastzüge der Firma Ketterer aus Unadingen zu verladen. Auf den Bildern erfolgt der Einsatz auf dem Weizenacker von Helmut Gleichauf im Gewann „Schulterberg“ an der Straße nach Grimmelshofen. Insgesamt werden es über das Wochenende wieder über 2000 Ballen Stroh sein, die so den Weg in die Schweiz nehmen. Allerdings sinkt nach Aussage von Robert Tritschler die Nachfrage aus der Schweiz nach der „gelben Ware“ von Jahr zu Jahr, da auch in der Schweiz kleine Landwirtschaftliche Betriebe aufgeben.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Landwirte, hier wie in der Schweiz, laufend Hallen mit Photovoltaik-Dächern bauen, in denen sie das Stroh dann einlagern, um zur gegebener Zeit einen optimalen Preis zu erzielen, was allerdings im Umkehrschluss auch die Schweizer Abnehmer tun. Zum großen Verdruss der Erzeuger gehen derzeit nicht nur die Preise für das Stroh, sondern auch für das Getreide, wie auch der Milchpreis in den Keller. Dass die Arbeiten bei tropischer Hitze zudem noch „brandgefährlich“ werden können, zeigte sich beim Brand auf einem Weizenacker, ausgelöst durch ein Feuer in der Strohpresse. (Wir berichteten ausführlich).
(07.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Flächenbrand beim Strohballenpresssen
Trotz widriger Umstände ziemlich rasch unter Kontrolle

Im Gewann „Weißer Boden“ an der Grenze von Grimmelshofen und Blumberg-Fützen hatte eine Strohpresse den Brand verursacht. Betroffen war eine Fläche von rund drei Hektar Ackerfeld. Was dazu geführt hatte, ist noch unklar, die Polizei ermittelt. Das betroffene Feld hat ein Landwirt aus Fützen gepachtet. Im Einsatz waren 32 Feuerwehrmänner vom Ausrückbereich Blumberg-Süd aus Blumberg, Fützen, Epfenhofen und Achdorf mit sieben Fahrzeugen.

Obwohl die Feuerwehren zügig eintrafen, hatte der leichte Westwind das Feuer sehr schnell über das ganze Stoppelfeld getrieben, so galt es immer wieder aufflammende Glutnester zu ersticken. Dabei zeigte es sich, dass die Wassertanks der Wehren nicht ausreichten und so wurde mit den Löschfahrzeugen und Traktoren mit Jauchefässern Wasser aus dem Stauwehr am Kommenbach im Ort (etwa 3 Kilometer) sowie vom Hydranten von der Hofstelle Horst Scherer herbeigeschafft.
Einige noch auf dem Acker lagernde große Strohballen bereiteten ebenfalls weiter Probleme, da sich in den massiven Strohballen die Glut fest gefressen hatte. Die rettende Idee hatte Patrick Scherer (Sohn des Pächters) indem er mit dem großen Mulchgerät die Ballen kurzerhand auseinander riss. Da sich der Brandherd auf Gemarkung Grimmelshofen (Stadt Stühlingen) befand, waren zwei Mann vom Polizeiposten Wutöschingen zusammen mit ihrem Kollegen aus Blumberg am Brandherd. Ebenso vor Ort war der Einsatzwagen des Roten Kreuzes aus Stühlingen. Die Einsatzleitung der Feuerwehr oblag Patrick Gleichauf (Fützen), doch auch Gesamtkommandant Reinhold Engesser war vor Ort.
Der Schaden an der Lohn-Strohpresse aus Ühlingen-Birkendorf dürfte groß sein. Der Traktorfahrer versuchte übrigens, das Feuer in der Presse mit dem Feuerlöscher zu bekämpfen, doch musste er bald den Traktor abkoppeln und in Sicherheit bringen, da sich das Feuer auf dem trockenen Stoppelfeld buchstäblich in Windeseile ausbreitete.
Probleme bereitete  den anrückenden Wehren übrigens das Auffinden des Brandplatzes auf dem großflächigen Gewann zwischen  Grimmelshofen und Fützen, da es keine markanten Zielpunkte zu nennen gab und  die Ansage auf einen Brand an der B 314 hinwies, es handelte sich aber um die "Alte Landstraße" Fützen-Grimmelshofen. Da der Boden trocken war, fuhren die Wehrmänner schließlich mutig Abkürzungen über Stock und Stein über die freien Felder.
(06.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Fahrzeugsegnung in Fützen
Pfarrer und Gemeinde erbitten den Segen für unfallfreie Arbeit und Urlaubsfahrten

Traditionell zum Ferienbeginn bittet der Pfarrer nach dem Sonntagsgottesdienst auf die Fürsprache des Hl. Christophorus zusammen mit den Gläubigen um eine gute Reise und sichere Heimkehr.
In Fützen segnete Pfarrer Peter Walter nach dem Sonntagsgottesdienst vor dem Pfarrhaus Autos, Motorräder, aber auch Arbeitsgeräte (Traktoren).
(02.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Die Vollmondwanderer von Fützen
Die Fleißigen Bienen von Fützen mögen „Dünne“

Immer wenn der pralle Vollmond im Juli allen Nachtschwärmern heimleuchtet, zieht es auch die Fützener Landfrauen unwiderstehlich hinaus in die Nacht. Dies ist auch die Zeit, da die „Fleißigen Bienen“ mit einem gemütlichen Hock in die Sommerpause gehen.
Beinahe obligatorisch ist inzwischen die alljährliche  Wanderung über die „Alte Landstraße“ nach Grimmelshofen und dicht neben der rauschenden Wutach in das Gasthaus „Wutachschlucht“ von Brigitte und Franz Duttlinger, im Volksmund bestens bekannt als „im Wieler hinne“, direkt neben dem urwüchsigen Bahnhof Lausheim-Blumegg, auch heute noch Haltestation der „Sauschwänzlebahn“. Unnachahmlich gut schmecken bei Brigitte und Franz die hausgebackenen Pizzen, doch hört der stets gut gelaunte Wirt (82) diesen Ausdruck eigentlich nicht gerne, bei uns, sagte er schmollend, ist das eine „Dünne“. Und eine beachtliche Anzahl von diesen „Dünnen“ wurden an diesem Abend mit Wohlbehagen verzehrt.
Dabei kam natürlich bei den 33 Landfrauen die gute Unterhaltung nicht zu kurz. Zwar war die Zahl der Wanderer vom Jahrgang Ü50 eher klein, die anderen ließen sich hinfahren und bald war das rustikale Gasthaus voll besetzt. Die (Spät)- Heimkehrer genossen die kühle Vollmondnacht und mutig verscheuchte man mit frohen Abendliedern die Füchse und Rehe im nahen „Westerholz“. Wohlwissend, dass jetzt zwar Ferien sind, eine Landfrau in Haus und Hof aber immer auf Abruf steht und auch in den Ferienzeit „ihren Mann“ stehen muss, wo immer es notwendig ist, war man mit diesem denkwürdigen Abschlussabend wieder höchst zufrieden.
(01.08.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Schulentlassung bei der Grundschule Fützen

Bürgerhaus Biesental Epfenhofen wird zur Aktionsbühne

Mit der fröhlichen Schulentlassfeier der Grundschule Fützen wurde die Türe zu den lang ersehnten Schulferien für die Schüler und Lehrkräfte weit aufgestoßen. Damit enden ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Schuljahr und damit erfreulicherweise auch die ungewollte Karenzzeit für Schüler und Eltern.
Nach der Pensionierung von Schulleiter Michael Müller war die Stelle zwar wieder nahtlos besetzt worden, doch mussten zwei junge Lehrkräfte wegen Schwangerschaft ihren Dienst vorläufig bald wieder quittieren. Die Neubesetzung während des Unterrichtsjahres gestaltete sich schwierig und so musste Schulleiterin Angelika Sitte (Riedöschingen) den Lehrplan mit viel Fingerspitzengefühl  nun bis zum Ende des laufenden Schuljahres mit den ihr in Riedöschingen zur Verfügung stehenden Lehrkräften kommissarisch abdecken. Rektor i.R. Michael Müller wurde wieder „aktiviert“ und die Fachlehrerinnen Martina Baschnagel und Elisabeth Bulitta, beide an der Schule in Riedöschingen, wurden verstärkt auch in Fützen eingesetzt, um so den Unterricht bis zu dem nun zu Ende gegangenen Schuljahr aufrecht zu erhalten.
Nun aber hieß es: Ende gut, alles gut!-, und dies war denn auch Anlass für eine fröhliche Feierstunde, wozu das Bürgerhaus Biesental in Epfenhofen den richtigen Rahmen bot. Allerdings gab es auch dabei einen Wermutstropfen, da Klassenlehrerin Viktoria Bee sich an diesem Abend nach drei Jahren erfolgreicher Tätigkeit in Fützen verabschiedete und einen wohl weiteren Karrieresprung an einer Schule in der Landeshauptstadt macht.
Aus vollen Kehlen schmetterte der Schülerchor, mit der Gitarre begleitet von Michael Müller, zu Beginn der das Willkommenslied in den vollbesetzten Festsaal. Schulleiterin Angelika Sitte begrüßte mit herzlichen Worten die Eltern, Omas und Tanten, darunter auch „Alt“- Ortsvorsteher Ewald Gut, der an diesem Abend als Opa anwesend war. Ihre Grüße galten auch den Ortsvorstehern von Epfenhofen und Fützen Markus Rösch, Georg Schloms und Mathilde Gleichauf, sowie der Leiterin des Kindergartens Epfenhofen, Cornelia Rösch-Hewer.
Weiter ging es Schlag auf Schlag mit gut einstudierten Gedichten und Theaterstücken. Da ging es um das „Brüllermänchen“ im Wald, das sich mit dem dortigen Jäger auseinander zu setzen hatte. Das fetzige Lied: „He, ich brauch mehr Geld, ich brauch mehr Kies“, war wohl an die Adresse der Eltern in Sachen Taschengeld gerichtet. Beim „Bechersong“ der Drittklässler stimmte die klappernde Technik genau so gut wie die stimmgewaltige Darstellung der Sänger. Schließlich suchten die Viertklässler im malerischen Outfit noch ihren „Superschüler“. Den bühnenreifen Tanz der Dritt-und Viertklässler hatte die scheidende Klassenlehrerin Viktoria Bee persönlich ausgesucht und  einstudiert: „Shake it off“ (schüttle es ab) hieß die perfekt aufgeführte Gaudi, (ein Schelm, wer Böses dabei denkt.-)  Letztendlich verabschiedete sie zusammen mit der Schulleiterin Angelika Sitte die Viertklässler in die Sommerferien und wünschte ihnen viel Erfolg auf den weiterführenden Schulen.
Zur großen Freude der Schüler und Eltern überbrachte die Schulleiterin im Rahmen ihrer Schlussworte noch die wirklich gute Nachricht, dass ab dem neuen Schuljahr vom Oberschulamt für Fützen wieder zwei volle Planstellen ausgewiesen seien und sich bereits zwei neue Lehrkräfte (Damen) dieser Tage bereits bei ihr vorgestellt hätten. Die Namen sollen zum Schulbeginn bekanntgeben werden. Damit sei ab sofort wieder ein kontinuierlicher und planbarer Unterrichtsverlauf gewährleistet. Schon jetzt werden die Eltern und Schüler darüber zusammen mit den Zeugnissen in einem Elternbrief informiert. Mit dem Austausch von Geschenken und wohlgesetzten Dankesworten endete die in großer Harmonie verlaufene Veranstaltung.
Infokasten: Die Grundschule Fützen wird sowohl von Schülern aus Fützen und Epfenhofen besucht. Seit der Pensionierung von Rektor Michael Müller ist und bleibt Angelika Sitte aus Riedöschingen die Geschäftsführende Schulleiterin. Derzeit werden an der Schule nach neun Neuzugängen auch ab dem neuen Schuljahr wieder 37 Kinder unterrichtet. Von den nun ausgeschiedenen elf Viertklässlern besuchen künftig zwei das Gymnasium, sieben die Realschule, ein Schüler die Werksrealschule und ein weiteres Kind die Gemeinschaftsschule in Hüfingen.
(29.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Pfarrer segnet die Autos der Kirchenbesucher
Autofahren ist wie Krieg

Es dürfte einer seiner letzten „Außendiensteinsätze“ von Pfarrer Peter Walter gewesen sein, bevor er im kommenden Monat in seine Heimat nach Polen zurückkehrt.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag stellte er in Gebeten und Fürbitten die Autos der Kirchenbesucher der Fürbitte des Heiligen Christophorus um allzeit gute Fahrt anheim und erbat den Segen Gottes für die Gläubigen auf ihren zunehmend gefahrvollen Ausfahrten, sei es zum Arbeitsplatz, oder auf ihren privaten Reisen. Dabei erwähnte der Seelsorger auch die vielen Unfälle, die durch leichtsinniges Fahren und unkontrollierte Ablenkung erfolgten.
So erwähnte er einen Polizeibericht, wonach ein Brummi-Fahrer bei der Kontrolle am Steuer saß, mit den Knien lenkend, den Laptop auf dem Schoß, das Handy am Ohr und dies bei laufendem Fernsehgerät im Cockpit und der Fahrer sich noch mokierte, dass er  dafür bestraft werden sollte.
(26.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St.Gallus-Senioren schlemmen unter Ottmars Zwetschgenbäumen

Einen in jeder Hinsicht „gehaltvollen“ Nachmittag erlebten die St. Gallus-Senioren auch in diesem Jahr wieder unter schattigen Bäumen auf Ottmar Brutsches Streuobstwiese. Spiele und Gesang trugen zum fröhlichen Miteinander bei.
Als hinter dem nahen Buchberg dunkle Wolken ein aufziehendes Gewitter ankündigte, legte Grillmeister Ottmar Brutsche ein paar Holzscheite mehr ins Feuer, doch konnten die inzwischen hungrigen Senioren vom reich gedeckten Tisch, die Putenschnitzel, Schweinebauch oder Grillwürste dann doch in Ruhe verzehren. Ein in Eigenregie zusammengestelltes Salatbuffet ließ keine Wünsche offen. Danach aber ließ der auch als Animateur fungierende Turnvater Ottmar zum Abschluss noch zum Abarbeiten der vereinnahmten Kalorien antreten.
(23.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Pfarrer Brandl verabschiedet langjährige Messdiener

Im Rahmen der Sonntag-Vorabendmesse würdigte Stadtpfarrer Karlheinz Brandl die Arbeit einiger langjähriger Messdiener. Aus beruflichen Gründen konnten Nicole Gleichauf, Jessica Spieß, Johannes Gleichauf sowie Julia Ringwald ihre sonst zuverlässige Anwesenheit nicht mehr gewährleisten.
Die neue Oberministrantin Theresa Gleichauf überreichte kleine Präsente zum Andenken. Besondere Wertschätzung und Dank erhielt Nicole Gleichauf, die über 14 Jahre Dienst am Altar tat. Sowohl Pfarrer Brandl als auch Pfarrgemeinderätin Ursula Arlt dankte für ihre treuen Dienste auch als langjährige Oberministrantin und Lektorin. Über 16 Jahre liefen die Fäden der Ministrantenarbeit im Hause Gleichauf in der Zubergasse zusammen, wo Mutter Vroni, die anfallenden Aktivitäten koordinierte. Sei es bei der Vorbereitung des Fronleichnamsaltares, bei kleinen Theaterauftritten der Ministrantenschar, der Einkleidung der Sternsinger, oder auch das Spaghettikochen für die ganze „Mannschaft“, es gab zeitweise bis zu 34 Ministranten in Fützen.
Fünf Jahre gehörte Nicole Gleichauf auch dem Pfarrgemeinderat an und stellte sich bei Pfarrgemeindefesten, wie den beliebten Kaffee-Nachmittagen im Pfarrhauskeller, als attraktive „Service-Dame“ zur Verfügung. Dabei scheute sie auch nicht den Weg von ihrem 30 Kilometer entfernten neuen Wohnsitz. Als besonderes Dankeschön erhielt Nicole neben weiteren Präsenten vom Pfarrer das Buch „Laudato si‘, der zweiten Enzyklika von Papst Franziskus, welche die Menschheit aufrütteln sollte.
(20.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Ernte in vollem Gange

Hochbetrieb bis spät in die Nacht herrscht in diesen Tagen bei den noch wenigen Bauern von Fützen, die rund um den Ort dabei sind, die gut ausgereifte Wintergerste zu ernten.
Die Ergebnisse sind größtenteils zufriedenstellend. Allerdings haben die starken Regengüsse im Frühjahr an nassen Stellen dem Wachstum eher geschadet und an diesen Stellen den Ertrag um bis zu 30% dezimiert. Während dieses Jahr der Feuchtigkeitsgehalt bei der Frucht, soweit diese verkauft wird, in den vergangenen Jahren den Verkaufserlös geschmälert hat, derzeit kein Thema ist, macht den Bauern die große Trockenheit beim Mais große Sorgen, da hier das Wachstum total blockiert ist. In den Böden klaffen an trockenen Stellen Risse von bis zu zehn Zentimeter.
Für die kommende Woche ist das Abernten vom Raps eingeplant und bald wird auch der Weizen den erforderlichen Reifegrad erreicht haben. Nahtlos werden die Felder mit den modernen Ackergeräten sofort wieder für die Herbstaussaat vorbereitet.
(17.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Ein sanftes Ruhekissen für den scheidenden Seelsorger
Pfarrer Walter hält Abschiedspredigt mit starkem Tiefgang

Es waren nicht nur die grandiosen Straßen-Malereien, die am Sonntag die Blumberger Bürger und das Umland in ihren Bann zogen.
In der St. Andreas-Kirche, der künftigen Hauptkirche der Seelsorgeeinheit Blumberg, war es ebenfalls ein malerisches Bild, das es möglicherweise so schnell nicht wieder geben wird, als gleich vier Pfarrherren den Sonntagsgottesdienst am Altar zelebrierten. Diese, künftig bedingt durch den latenten Priestermangel eher seltene Zeremonie, hatte zum Anlass, dass der eine Seelsorger in einer würdigen Liturgiefeier in den Ruhestand verabschiedet wurde, der andere Geistliche Herr als künftiger „Unruhestands-Seelsorger“ sich den Gläubigen, soweit nicht schon bekannt, vorstellte. Konzelebrant war auch Pfarrer i.R. Julius Dreher.
Doch der Reihe nach: Schon lange war bekannt, dass Pfarrkooperator Peter Walter mit Wohnsitz in Riedöschingen mit Erreichen seines 67. Lebensjahres in seine Heimat Polen zurückgehen werde. (Wir berichteten ausführlich). Dieser Abschied auf Raten wurde nun am gestrigen Sonntag mit dem feierlichen Sonntagsgottesdienst vollzogen. Denn Pfarrer Walter wird noch als Urlaubsvertreter bis zum 30. August seinen Dienst tun.
In Anerkennung seines seelsorgerischen Wirkens hatten sich gut 90 aktive Mitglieder der Kirchenchöre und Schola im voll besetzten Gotteshaus zusammengefunden, um mit ihm, seinen drei Amtsbrüdern und den Gläubigen den vorläufigen Abschiedsgottesdienst zu feiern.
Karl Scheu, (Kommingen), dirigierte die in vielen Abendproben einstudierten geistlichen Lieder. An der Orgel begleitete Elke Ringwald-Speck (Leipferdingen).
Pfarrer Karlheinz Brandl verglich in seiner Ansprache die Arbeit eines Priesters mit dem sozialkritischen Propheten Amos (8.Jh.v.Chr.) und dessen oft nicht gern gehörten Worte. So sei es auch heute nicht einfach, gefangen im Wohlstand, die Welt mit den Augen Gottes zu sehen.

In seiner von starkem Tiefgang geprägten Abschiedspredigt, meinte der künftige Pensionär, dass es im Christentum eigentlich keinen Abschied gäbe, da die Menschen im Glauben immer beisammen blieben. Für ihn seien die zurückliegenden elf Jahre eine wunderbare Erfahrung mit den Gläubigen in der gemeinsamen Begegnung mit Gott gewesen. Und für diese gemeinsame Erfahrung und den gegebenen Herausforderungen gelte es heute ein herzliches Vergelt‘s Gott zu sagen. Wenn auch scheinbar alles dazu bestimmt sei zu Ende zu gehen, Gott hingegen werde niemals vergehen und wir alle würden in der Kraft seiner Liebe leben und in Ewigkeit nicht untergehen.
Herzliche Worte der Begrüßung durfte danach Pfarrer i.R. Erwin Roser entgegennehmen, dessen „Arbeitsgebiet“ sich künftig allerdings über seinen bisherigen Wirkungsort wohl noch auf die ganze Seelsorgeeinheit Blumberg bis an die Schweizer Grenze ausdehnen wird. Somit wird der verdiente Ruhestand wohl eher „unruhig“ werden und die weitere  Glaubensverkündigung aller heute und in Zukunft in christlicher Verbundenheit zusammengefassten Kirchengemeinden wünschten ihm, wie dem Stadtpfarrer und künftigen „Oberhirten“ Karlheinz Brandl die Kraft und Unterstützung des Heiligen Geistes.
Viele Dankesworte gab es für den scheidenden Seelsorger zum Schluss des Gottesdienstes, von den Ministranten, dem Pfarrgemeinderat und allen Kirchenbesuchern. Der Stadtpfarrer überreichte dem scheidenden Amtsbruder ein Ruhekissen mit dem Logo der Pfarrgemeinde, sowie ein Bild mit der Heiligsten Dreifaltigkeit und ein Buch. Pfarrer Erwin Roser, der offiziell ebenfalls Ruheständler ist, erhielt ebenfalls ein Ruhekissen, doch auch eine gute Flasche Wein (aus dem Weinberg des Stadtpfarrers?), damit er Kraft schöpfe für die Arbeit in der künftig nun noch größer gewordenen Kirchengemeinde. Der Dank und Applaus galt aber auch dem Chorleiter und seinem großen Chor für die kraftvollen Liedvorträge, sowie den heute aus allen Gemeinden angetretenen 80 Ministranten. Nach dem Gottesdienst verweilten die Kirchenbesucher noch gerne bei einem gemütlichen Sektempfang auf dem Kirchplatz bei guten Gesprächen.
(12.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Dorfhock lockt Besucher an
Absolutes Bilderbuchwetter gab es zum fröhlichen „Dorfhock“ am vergangenen Freitagabend, zu dem der Musikverein „Eintracht“ eingeladen hatte. Der sichtlich gut gelaunte Vorsitzende Kurt Gleichauf begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter auch mehrere Ehrenmitglieder des Vereins.
Dann aber zeigten die Jugendkapelle und nachfolgend der in voller Stärke angetretene Musikverein, jeweils unter der Leitung von Peter Meister, Schlag auf Schlag ihr Können auch nach einem arbeitsreichen Tag.
Auffallend war auch der Besuch etlicher Neubürger-Familien, die mit Kind und Kegel gekommen waren, und sich, wenn auch zunächst etwas zurückhaltend, unter das Publikum mischten und in die Dorfgemeinschaft integrierten. Bald mussten Tische und Bänke nachgerüstet werden.
Die Musiker ließen es sich nehmen, dem langjährigen Musikkameraden und Ehrenmitglied Ulrich Meister nachträglich zu seinem 80. Geburtstag sein Lieblingsmusikstück, den „Bozener Bergsteigermarsch“ zu intonieren. Die vom Jubilar spontan ausgesprochene Anerkennung in Form von Freibier und Grillwurst für die Musikkameraden/innen gab der ohnehin gut ausgelasteten Küche nochmal einen richtigen Schub.
Erwartungsgemäß nahmen es einige Hartgesottene mit dem ausgelobten „Dorfhock“ wörtlich und hockten noch, als die Morgensonne, hinter dem Randen vorkommend, den längst angebrochenen neuen Tag ankündigte und ihnen dann heimleuchtete.

(12.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Pfarrer Karlheinz Brandl sagt Danke

Nach einem trotz Hitzewelle gut besuchten Sonntagsgottesdienst in der St. Andreas Kirche versammelten sich die ausgeschiedenen, sowie die neu- und wiedergewählten Pfarrgemeinderäte/innen, um vom Pfarrer als Leiter der aus der Seelsorgeeinheit Blumberg hervorgegangenen jetzt amtlich so genannten „Katholische Kirchengemeinde Blumberg“, Dank und die Würdigung ihrer Arbeit entgegen zu nehmen. Für die Scheidenden brachte der Seelsorger zum Ausdruck, dass sie bei der Arbeit als Pfarrgemeinderat sicher auch die Berührungen mit Gott verspüren durften.

Den Neuen sprach er seinen Dank und Anerkennung aus , dass sie in der heutigen Zeit Mut zeigen, sich für die Sache der Kirche zur Verfügung  zu stellen und ehrenamtlich hierfür ihre oft karge Freizeit zu opfern und er hoffe, dass sie hierzu auch die Wertschätzung und Unterstützung in den Pfarrgemeinden erfahren dürfen. Auch der neue Vorsitzende für den Gesamt-Pfarrgemeinderat, Ekkehard Faller dankte seinen Vorgängern für die vielen Stunden, die sie in den zurückliegenden Jahren und zuletzt auch bei den Vorbereitungen zur Wahl des neuen Gremiums eingebracht hätten. Mit der Unterstützung des Heiligen Geistes gelte es nun, gemeinsam die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.
Zum Abschluss erhielt jedes anwesende ehemalige und neue Mitglied ein Weinpräsent, sowie vom Pfarrer eine Kerze überreicht mit dem Wunsch, dass alle auch weiterhin das Licht des Glaubens in die Gemeinde und in die Welt hinaus tragen mögen. Die Messfeier wurde an der Orgel mit neuen Liedern aus dem Gotteslob umrahmt von der Organsitin und Kantorin Elke Ringwald- Speck.

Info: Die Römisch-Katholischen Pfarrgemeinden sind seit dem 1.1.2015:

St. Andreas Blumberg, St. Genesius Riedböhringen, St. Martin Riedöschingen, St. Vitus Fützen, St. Martin Hondingen, St. Nikolaus Achdorf, St. Cyriak Kommingen, St. Gallus Epfenhofen.

Das Pfarrgemeinderatsgremium setzt sich aktuell aus 22 Mitgliedern zusammen, vertreten sind Personen aus jeder genannten Pfarrgemeinde. Erster Vorsitzender ist Ekkehard Faller Blumberg. Stellvertreter Bertram Sutter.
Die Pfarrherren und Seelsorger aktuell: Leiter Karlheinz Brandl, Pfarrkooperator Peter Walter, Pfarrer Erwin Roser.
(07.07.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Brunhilde Wild gestorben

Fützen trauert um eine angesehene Bürgerin. Gekämpft und doch verloren

Vor wenigen Tagen feierte Brunhilde Wild im Kreise Ihrer Angehörigen ihren 79. Geburtstag. Nun wurde sie von ihrer in vielen Jahren ertragenen und tapfer bekämpften schweren Krankheit erlöst.
Brunhilde Wild war eine Frohnatur und in der Dorfgemeinschaft eine gern gesehene und hilfsbereite Gesprächspartnerin. Viel wusste sie aus früheren Zeiten zu erzählen und hat dies in ihrem Tagebuch akribisch festgehalten. Vor allem ihre Erlebnisse zum Kriegsende 1945 lieferten mehrfach Stoff für die Zeitungsberichterstattung.
Im einst florierenden Dorfgasthaus „Restauration zum Hannesli“ erblickte sie am 4. Juni 1936 als einzige Tochter von Johann und Emma Gleichauf das Licht der Welt. Nach ihrer Heirat auf den „Birchenhof“ bewirtschaftete sie erfolgreich mit ihrem Ehemann Erich Wild den Siedlungshof direkt an der Straße nach Beggingen/Schweiz. Schicksalsschläge wie der zu frühe Tod ihres Ehemannes und der tödliche Betriebsunfall ihres Sohnes Helmut, galt es mutig zu verkraften. Bis sie vor Jahren selbst von ihrer schweren Krankheit erfahren musste, die sie aber mit viel Kraft und Gottvertrauen verdrängte und schließlich auch wieder am Leben in ihrer Familie und in der Dorfgemeinschaft voll teilnehmen konnte.

Ein weiterer Schicksalsschlag im April 2009 war der Brand des „Birchenhofs“, der für sie das verbriefte „Altenteil“ war und Brunhilde über Nacht obdachlos machte. Seit dieser Zeit lebte sie im Dorf auf dem „Stutz“ bei einer Verwandten oder auch abwechselnd bei ihren beiden Töchtern Anita in Eggingen oder Ingrid in Schura (Trossingen). Zusammen mit ihren Angehörigen wird am kommenden Dienstag um 14 Uhr auf dem Friedhof von Fützen eine sicher große Trauergemeinde Abschied von der allseits beliebten und geschätzten „Hannesli-Brunhilde“ nehmen.

(04.07.15 – Bericht und Bild: E. Schüle)

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