Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg
Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg

Frühere Meldungen

2016 - Jan. / Feb. / Mär. - 2016

 

31.03.16: Das Schlattkreuz an der Straße nach Beggingen/SH
28.03.16: An Ostern von der Nacht ins Licht
23.03.16: Laienspieler des SV Fützen auf der Theaterbühne
21.03.16: Frühjahrsputz in den Flühen

20.03.16: Palmweihe in Fützen
20.03.16: Vorbereitung auf Palmsonntag
20.03.16: St. Vitus-Gemeinde feiert den „Josefstag“ mit einer Morgenandacht
17.03.16: St. Gallus Senioren freuen sich über ihr eigenes Konterfei
06.03.16: Nudelsuppe wie von Oma gemacht
05.03.16: Weltgebetstag der Frauen in Fützen
29.02.16: Die Vision des Ortsvorstehers: Ein Mehrgenerationen-Treff
23.02.16: Buchberghalle im Focus der Bürger
18.02.16: St. Gallus Senioren freuen sich über Kabarett & Comedy
10.02.16: Es ist vorbei

08.02.16: Fastnetmäntig in Fützen
05.02.16: Eidechsen (Eggäsli) beherrschen das Rathaus samt Schule

05.02.16: Leckere Fasnetkrapfen
02.02.16: Wild entsorgt
22.01.16: Sternsinger sammeln wieder fleißig
16.01.16: In eigener Sache
05.01.15: Blumberger Stadtwald: Revierleiter Gerhard Baschnagel zieht Bilanz
04.01.16: Zweite Bürgerrunde in Fützen findet wieder großen Zuspruch
04.01.16: Sternsinger sammeln für Kinder in Not
01.01.16: Bringt der Storch das Frühjahr nach Fützen?

Das Schlattkreuz an der Straße nach Beggingen/SH

Die Schlatt-Tanne und das Schlatt-Kreuz an der Straße nach Beggingen/Schweiz und zu den Siedlungen sind althergebrachte Zeitzeugen am Wegesrand. Während die mächtige Schlatttanne seit weit über 100 Jahren auf dem Bergrücken zur Schweiz allen Stürmen und Unwettern trotzt, fiel das Schlattkreuz dem Tornado, der am 13. Mai 2015 entlang der Schweizer Grenze tobte, zum Opfer. Bekanntlich vernichtete der mächtige Orkan auch den Siedlungshof „Buchhof“ von Otmar Meister total. Das im Jahre 1924 aus einem familiären Anliegen und christlichen Vermächtnis der Fützener Familie Franz Xaver Rothmund (Bürgermeister von 1920-1932) heraus erstellte Wegkreuz, wurde im Jahre 1994 von Franz Happle grundlegend saniert.

Schon bald nach dem Totalschaden meldete sich Ewald Gut (Ortsvorsteher i.R.) als Enkel des Erbauers und versprach, das Kreuz wieder neu erstellen zu lassen. Was lag näher, als diesen „Bauauftrag“ seinem Cousin Klaus Gut, im Ort bekannt als geschickter Allround-Handwerker, zu erteilen. Dieser nutzte die Winterzeit einen neuen Stamm zu besorgen, wie auch die notwendigen Utensilien samt Kupferdach wieder aufzumöbeln oder auch neu zu formen.
Am Karsamstag nun wurde das schmucke Kreuz mit den schweren Gerätschaften von Landschaftsgärtner Friedrich Korhummel (Bergerhof) von der Gut-Verwandtschaft wieder von aufgestellt. Ewald Gut als Sponsor dankte seinem Cousin für die gut gelungene Arbeit, aber auch der anwesenden Helferschar für alle Hilfe und lud spontan zu einem Umtrunk in den GALLI ein.
Sicher wird Pfarrer Karlheinz Brandl das Kreuz im Laufe des Jahres einweihen und den Besuchern als Gebetsstätte bei gutem Rundblick in luftiger Höhe, aber auch als Erinnerung an die christlichen Fützener „Altvorderen“ anheim geben.
(31.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

An Ostern von der Nacht ins Licht
Christen feiern die Auferstehung

Im Zeichen des Priestermangels feierten die Seelsorger Karlheinz Brandl, Erwin Roser und Julius Dreher mit den Gläubigen aller Stadteile in der vollbesetzten Stadtkirche St. Andreas am Gründonnerstag das Gedenken an das letzte Abendmal. Im Anschluss daran wurde eine Betstunde abgehalten. Da die Pfarrherren inzwischen zehn Gotteshäuer in der erweiterten Seelsorgeeinheit Blumberg zu betreuen haben, wurde die Liturgiefeier vom Leiden und Sterben von Jesu Christi am Karfreitag in zwei Pfarrkirchen, in Fützen und in Riedböhringen angeboten. Zum Höhepunkt der Feier der Auferstehung des Herrn in der Heiligen Osternacht (Karsamstag) in verschiedenen Gotteshäusern trafen sich wieder viele Gläubige in St. Andreas zu später Stunde um 21.30 Uhr. Hierzu waren auch alle Kommunionkinder mit ihren Familien eingeladen. Pfarrer i.R. Erwin Roser betreute an diesem Abend die Kirchengemeinden von Hondingen und Riedböhringen mit den Talgemeinden. In seiner Festansprache meinte Roser, das Ostereiersuchen könne auch als Sinnbild für unser ganzes Leben gewertet werden, denn alle Menschen suchten nach einem erfüllten und glücklichen Leben. Gerade heute sehne sich der Mensch nach einer guten Zukunft ohne Streit, Krieg und Not. Als Schwestern und Brüder des Auferstandenen dürften wir darin aber nicht neutral sein und so tun, als wäre Ostern ein nettes Fest im Frühling. Heute gelte es wieder aufs Neue österliche Zeichen zu setzten und damit im alltäglichen Leben sichtbar zu machen, dass wir die eigene Auferstehung begriffen hätten und im Glauben daran entsprechend mit unseren Mitmenschen und mit der Schöpfung Gottes umgehen sollen.

Auch in Blumberg entzündete Pfarrer Karlheinz Brandl die geweihten Osterkerzen und eröffnete mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ die österliche Freudenzeit. Als Höhepunkt der Lichterfeier sang Kantor Karl Scheu das Osterlob Exsultet (Frohlocket). Dann erstrahlte beim Gloria das Gotteshaus in hellem Lichterglanz und die Kirchenglocken verkündeten laut die Auferstehung des Gekreuzigten hinaus in die Nacht.

Pfarrer Karlheinz Brandl deutete in seiner Frohbotschaft, Ostern, Auferstehung sei nicht zu beweisen, weder mit mathematischen Formeln, noch mit physikalischen Versuchen, die Liebe Gottes übersteige unser Denken und was unser Verstand nicht erfassen könne. So hatten nach seinen Worten an jenem Ostermorgen nach dem Evangelium die Frauen und die Jünger Stress und befanden sich in einer Ausnahmesituation. Für sie war Jesus tot, ihr Leben war haltlos, ohne Orientierung und damit sinnlos geworden. Doch dann schöpften sie Mut und Zuversicht im Glauben und erkannten, dass Ostern nur in der Liebe Gottes erkannt werden könne, seine Liebe zu spüren und es gelte im Gebet, in den Sakramenten und im Wort der Heiligen Schrift und deren Geboten Gutes zu tun und in der Vorfreude auf den Himmel sich danach zu sehnen, einst heimgeführt zu werden zur himmlischen Party, die niemals endet. In der Osternacht empfingen auch zwei Kinder das Sakrament der Taufe.
(28.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Sitzend von links: Edgar Basler, Verena Basler (Regisseurin, spielt auch selbst mit), Martina Zeller, Andreas Keller, hinten stehend von links: Bruno Spiess, Stefanie Palka, Manuela Gleichauf-Balukcic, Andreas Palka Sabine Gruber, Klaus Boma Souffleur

Laienspieler des SV Fützen auf der Theaterbühne

Mit einem spritzigen Theaterstück wird die Laienspielschar des Sportvereins Fützen am Samstag, 9. April wieder beste Unterhaltung bieten. Im vergangenen Jahr hat die talentierte Regisseurin Verena Basler (26) die Regie von ihren Eltern Gabi und Karl-Heinz, die die Theatertruppe über 20 Jahre sehr erfolgreich managten, übernommen und will auch in diesem Jahr ihr Team wieder in Höchstform auflaufen lassen. Seit Fasnacht wird laufend geprobt und mit kleinen personellen Änderungen sieht sich die agile „Chefin“ mit ihrem bewährten Team auf gutem Weg. Bei dem ausgewählten Dreiakter „Wer nicht hören will, muss fühlen“ macht der bocksbeinige Onkel Mattes seiner Verwandtschaft schwer zu schaffen. Daher würden ihn seine Nichten am liebsten in ein Altersheim abschieben, doch haben sie ihrer Mutter auf dem Totenbett versprochen, sich um den Onkel zu kümmern. Schließlich aber platzt ihnen der Kragen und genervt von seinen Dummheiten beschließen sie, dem Onkel eine Haushälterin zu engagieren und machen ihm dies mit der Aussicht auf ein junges hübsches Mädchen schmackhaft. Die aber entpuppt sich bald als rabiates Wesen, was zu weiteren turbulenten Spannungen in der Verwandtschaft führt, dem Theaterpublikum aber szenenreiche Auftritte und Wortgefechte auf der Bühne verheißt. Die Laienspieler freuen sich auf ein volles Haus.
Infokasten: Die Vorstellung des Dreiakters „Wer nicht hören will, muss fühlen“ ist am Samstag, 9.April in der Buchberghalle Fützen und beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
(23.03.15 – Bericht und Bild: E. Schüle)

Frühjahrsputz in den Flühen
Der Schwarzwaldverein Stühlingen um Wanderwart Gerhard Kehl und Karl Fuzzy Dößerich hat seine gute Stube, die Wutachflühen, nach den Wintermonaten wieder auf Vordermann gebracht!
Elf fleißige Frauen und Männer arbeiteten an den Wanderwegen. Es galt, Steine und Erde wegzuräumen, das rutschige Laub abzufegen sowie kleinere Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. Bereits im Vorfeld wurde der vom Tornado geschädigte Einstieg in den Bergpfad mit Steinen befestigt. Außerdem brachte Gerhard Kehl die dem Auenwaldkahlschlag zum Opfer gefallene Wanderwegbeschilderung wieder neu an.
Der Stühlinger Einstieg in den viel begangenen Schluchtensteig ist frei geräumt, hat aber seinen ursprünglichen Charme durch die Fällaktion leider verloren. Erst später präsentiert sich der Stühlinger Abschnitt des beliebten Weitwanderweges wieder von seiner besten Seite.
Die Osterwanderer können kommen, auf sie wartet ein wunderschöner Weg mit atemberaubenden Ausblicken und vielen Naturschönheiten am Rande.  Brigitte und Franz Duttlinger honorierten den Arbeitseinsatz des Schwarzwaldvereins wieder mit einem feinen Mittagessen im Gasthaus Weiler.

(21.03.16 - Jutta und Gerhard Binner-Schwarz, Grimmelshofen (jbs))

Palmweihe in Fützen

Erstmals feierten die Gläubigen von St. Vitus, Fützen und St. Gallus Epfenhofen gemeinsam den Palmsonntag als Beginn der Karwoche.
Pfarrer Karlheinz Brandl segnete auf dem Platz vor der Zehntscheune in Fützen die Palmen, welche die Kinder mitgebracht hatten. Dann erfolgte die feierliche Prozession zur Liturgiefeier in die Kirche, wo in der ausführlichen Lesung die Leidensgeschichte des Herrn vom Priester und zwei Lektoren vorgetragen wurde. Die Lieder begleitete Renate Günthner an der Orgel.

(20.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Vorbereitung auf Palmsonntag

Seit Jahren lädt Silke Kilian (Leingruber) vor dem Palmsonntag Jung und Alt zum Palmen binden ein. Ihrer Einladung folgten am vergangenen Samstag gleich drei Generationen, Omas, Väter/Mütter und Kinder, um sich von Silke fachkundig beraten zu lassen.
In akribischer Feinarbeit entstanden wieder kleine Kunstwerke, mit denen dann am Palmsonntag die Prozession zur Kirche in bunten Farben bereichert werden soll. Vor allem die Omas und Mütter aber sind dankbar, dass Silke Kilian auch als junge Ehefrau in ihrer Heimatgemeinde wohnen bleibt und sich auch weiterhin für die Erhaltung dieses schönen Brauches einsetzt.
(20.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Vitus-Gemeinde feiert den „Josefstag“ mit einer Morgenandacht

In einer gemeinsamen Morgenandacht stimmten am Samstag 20 Frauen und zwei Männer aus Fützen, Epfenhofen, Blumberg und Hondingen auf die beginnende Karwoche ein. Dabei stellten sie sich am Gedenktag des Heiligen Josef stellvertretend für die ganze Kirchengemeinde in den Gebeten und Liedern unter den Schutz des Heiligen und der Gottesmutter Maria.
Ursula Arlt und Veronika Gleichauf hatten die passenden Texte vorbereitet und Renate Günthner bewährte ich wieder als Frühaufsteherin an der Orgel.
Nach der Andacht hatte das Team des Pfarrgemeinderates im Pfarrhauskeller ein schmackhaftes Frühstück vorbereitet, natürlich mit einem aufmunternden Kaffee oder Tee. Danach ging es aber wieder flink nach Hause zur anstehenden Hausarbeit.
(20.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Gallus Senioren freuen sich über ihr eigenes Konterfei

Viel Heiterkeit gab es bei der Bilderschau, die Erich Schüle den betagten Senioren in „Henrys Landhotel“ (Löwen) präsentierte. Erinnerungen an die zum Teil weit zurückliegenden Eigenaktivitäten der agilen Senioren mit ihrem Vorstandsteam um Inge Fluck bereicherten die Darstellungen.
So weckte der Auftritt der leider verstorbenen „Kuh vom Lande“ ebenso die Erinnerung bei den Senioren, wie auch die Grillnachmachmittage bei Ottmars Streuobstwiese, vor allem die Fastnachts-Eigenveranstaltungen in zum Teil „heißen“ Kostümen bereiteten viel Freude.
Doch fehlte auch nicht der Rückblick in die Zeit der großen Kirchenrenovation, die Neugestaltung des Pfarrhausgartens, sowie des Versammlungsraumes im Pfarrhaus, Letztere wurden mit viel Eigenleistung noch unter der Ägide von Pfarrer Edgar Wunsch und Viktor Fluck als Pfarrgemeinderatsvorsitzender durchgeführt.
Im weiteren Teil der gemütlichen Zusammenkunft wurden aber auch die Jubilare der vergangenen Wochen, Viktor Fluck (80) und Alt-Löwenwirt Walter Merk (79) noch einmal geehrt und mit fröhlichen „Ständerle“ bedacht.
Inge Fluck bedankte sich beim „Filmvorführer“ mit einem Gutschein und mit dem bei ihr obligatorischen Glas Bienenhonig aus eigener Produktion. Bedingt durch den hohen Krankenstand im Ort leidet bei den monatlichen Zusammenkünften die Besucherzahl derzeit stark. Ihrer wurde bei der einführenden Andacht noch vor der Kaffeerunde mit guten Wünschen gedacht.
(17.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Nudelsuppe wie von Oma gemacht

Am vierten Fastensonntag stimmte Pfarrer Karlheinz Brandl die Gläubigen mit dem Aufruf: „ Laetare –  Freu Dich“ darauf ein, dass das Osterfest näher rückt.
Freuen konnten sich nach dem Gottesdienet die Gäste im Pfarrhauskeller aber auch auf eine dicke Nudelsuppe mit Fleischeinlage, welche die Pfarrgemeinderätinnen wieder schmackhaft zubereitet hatten. Gleichwohl fanden Kuchen und Torten zur Kaffeezeit bei guten Gesprächen dankbare Konsumenten. Der Erlös der Veranstaltung findet Verwendung bei der Neugestaltung des Kirchen-Vorplatzes bei St. Vitus.
(06.03.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Weltgebetstag der Frauen in Fützen

Auch in Fützen trafen sich am vergangenen Freitag im Pfarrhauskeller 20 Frauen aller Konfessionen, um im weltweiten ökumenischen Miteinander den Weltgebetstag der Frauen zu feiern. Dieser Gebetstag wird jedes Jahr von einem anderen Land, dieses Jahr von Frauen in Kuba vorbereitet.
Christlicher Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören beim Weltgebetstag untrennbar zusammen. In Kuba, das sich seit Jahren in stetem Wandel befindet, ist zwar nach der Verfassung eine Gleichstellung der Geschlechter verankert, doch klaffen im privaten Alltag Ideal und Wirklichkeit auseinander. Die meist berufstätigen Kubanerinnen sind häufig allein verantwortlich für Haushalt, Kinder und die Pflege der Angehörigen, daher treffen sie die Folgen der derzeitigen gesellschaftlichen Umbrüche besonders hart.
Nach dem diesjährigen Leitwort: „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ wollten an diesem Abend die Frauen aus Fützen mit ihren Gebeten und Liedern ihre spirituelle Verbundenheit zum großen Inselstaat in der fernen Karibik bekunden. Einige Frauen hatten sich als Lektorinnen zur Verfügung gestellt, Renate Günthner begleitete die rhythmischen Lieder an ihrem E-Piano.
Wie jedes Jahr hatte Marion Keller den Gebetsraum wieder liebevoll mit Schaubildern, aber auch mit Utensilien und Früchten von der Zuckerinsel aufgebaut, von den Apfelsinen bis zu den weltbekannten Havanna Zigarren. Zum Abschluss gab es noch Leckereien nach Rezepten der Inselbewohner zu verkosten.
(05.03.16 – Bericht u. Bilder. E. Schüle)

Die Vision des Ortsvorstehers: Ein Mehrgenerationen-Treff

Applaus für das Landfrauen Luftpumpen-Orchester
Wenn es nach der Vision von Ortsvorsteher Georg Schloms geht, wird es ab dem kommenden Jahr an Stelle des Senioren-Nachmittages einen Mehrgenerationen-Treff für die ganze Familie geben. Tatsächlich geht die Zahl der Besucher der von den Vereinen ausgerichteten Senioren-Treffen zum Jahresanfang laufend zurück. Todesfälle, Krankheit und körperliche Gebrechen mögen der Grund sein. Doch folgen die „Jungen Alten“ ab dem 65. Lebensjahr auch nur zögernd den Einladungen der Vereine und der Ortsverwaltung.
Georg Schloms bekam sein gutes Gespür für eine notwendige Veränderung auch gleich bestätigt. Sprach er zu Beginn der Veranstaltung noch vor halb leeren Tischen, so war die Halle zur Kaffeezeit mit jungen Paaren und Familien mit Kinderwagen vollbesetzt. Den Visionär und die Eggäsli-Zunft als beauftragte Veranstalter hat‘s gefreut.
Die Grußworte des Zunftmeisters Peter Gut und des Ortsvorstehers galten den Vereinen als Veranstalter, die im Laufe des Nachmittags ein hervorragendes Programm buchstäblich aus dem Hut zauberten, so dass Jung und Alt voll auf ihre Kosten kamen. Grußworte gingen auch an die drei Pfarrherren Karl-Heinz Brandl, Stefan Hesse und Julius Dreher. Pfarrerin Gabriele Remane hatte sich entschuldigt. An Bürgermeister Markus Keller, der an diesem Tag seinen 40. Geburtstag feierte, gingen an dieser Stelle die besten Glückwünsche aus seinem südlichsten Stadtteil.
Doch zunächst ließ der Schultes in einer monumentalen Bilderschau auf einer großen Leinwand (4x3 Meter) das vergangene Jahr Revue passieren, wobei das Gemeindeleben im Allgemeinen, vor allem aber die vielen Aktivitäten der örtlichen Vereine beleuchtet und die funktionierende Dorfgemeinschaft dokumentiert wurde. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter mit witzigen kleinen Theaterstücken und Sketschen, bei denen die Vereine vor allem ihre Jugend auf die Bühne schickten. Natürlich bekamen alle von ihren stolzen Omas, Opas und Tanten großen Beifall, da waren die Power Teens, die Jungmannschaften des SV, der Eggäsli, vor allem aber die Darstellungen der Musiker-Minis (Musikalische-Früherziehung) mit Sabine Hellstern. Das finale Glanzlicht der spritzigen Vorführungen aber war der bühnenreife Auftritt der Grazien des „Luftpumpen-Orchesters“, einer Abordnung der Landfrauen, unter der Leitung von Gertrud Keller.
Zwischen den Musikstücken der Jugendkapelle, Dirigent Peter Meister, wurden wie alljährlich die beiden anwesenden ältesten und jüngsten Senioren geehrt. Dies war bei den Damen Olga Selb (97), die es sich nicht hatte nehmen lassen, bei ihrem derzeitigen Domizil im „Haus Eichberg“ „Urlaub“ zu nehmen, um wieder einmal wohltuend den Nachmittag mit ihren Fützener Mitbürgern zu verbringen. Als ältester Mann wurde Lorenz Merz (91), als jüngste Frau Ilse Werner (65) als jüngster Senior Hermann Keller (66) vom Ortsvorsteher mit einem Weinpräsent und persönlichem Handschlag gehrt.

Natürlich war für das leibliche Wohl wie gewohnt bestens gesorgt und die freundlichen und flinken Service-Damen hatten zunehmend alle Hände voll zu tun, den Kaffee, sowie die opulente Tortenauswahl und später die Würste vom örtlichen Metzger an den Mann, an die Frau zu bringen.
(29.02.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Buchberghalle im Focus der Bürger
Öffentliche Ortschaftsratssitzung

Die örtliche Buchberghalle hat für die Bürger einen hohen Stellenwert, dient sie doch als Austragungsort sämtlicher Veranstaltungen der örtlichen Vereine, bei Tagungen, für Spiel und Sport, aber auch für familiäre festliche Anlässe wie Hochzeiten und Jubiläen und dient daher der Pflege der Dorfgemeinschaft. 1973, also kurz vor der Eingemeindung (1975) der bis dahin selbständigen Gemeinde Fützen nach Blumberg, erbaut und eingeweiht, ist die inzwischen städtische Immobilie in die Jahre gekommen und Bedarf einer gründlichen Renovierung, nicht zuletzt auch der notwendigen energetischen Ausstattung.

Deshalb hat der Ortschaftrat mit Ortsvorsteher Georg Schloms in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit den Vereinen eine Bedarfsplanung erstellt, gleichzeitig aber auch versucht, ein Stimmungsbild bei aus der Bürgerschaft zu bekommen. Zwar steht eine umfassende Renovierung der 40-Jahre alten Gebäudekomplexes auf der Agenda der Stadtverwaltung, doch sollen, wie schon in den zurückliegenden Jahren, dringend erforderliche Sofortmaßnahmen im Küchen-und Bühnenbereich (Vorhänge), vor allem auch im sanitären Bereich im Rahmen der verfügbaren Mittel den laufenden Betrieb gewährleisten, ohne das spätere Gesamtkonzept zu stören. Hierzu brachten die anwesenden 33 Bürger, vor allem aber das Team der Vereinsvorstände ihre Erfahrungen und wertvolle Anregungen in die Überlegungen mit ein.

Von der anschließenden allgemeinen Bürgerbefragung wurde rege Gebrauch gemacht, wobei die Bürger so manche Unzulänglichkeiten im Ortsbild und in den Tagesabläufen aufdeckten. Vor allem wurden die sporadischen Störungen beim Fernsehempfang moniert, hier erwarten die Bürger, dass die Stadtverwaltung als Betreiber der Sendeanlage nach den wieder erhöhten Anschlussbeiträgen auch eine lückenlose Empfangsbereitschaft gewähreistet.

Infokasten: Buchberghalle Fützen eingeweiht am 6. Dezember 1973 unter dem damaligen Bürgermeister Josef Günthner. Kosten rund 800.000 DM. 1. Januar1975: Eingemeindung der Ortschaft Fützen in das Stadtgebiet von Blumberg auf gesetzlicher Grundlage, nachdem sich vorher die Bürger in zwei Bürgerentscheidungen gegen die Eingemeindung ausgesprochen hatten.1996: Umfassende Dachrenovierung, 2000: Einbau der Isolierglas-Fassade auf der gesamten Längsseite nach Nord-West. 2007: Aufwertung der Innenbeleuchtung. 2011: Restaurierung der Außenfassade und ansprechende neue Farbgebung bei viel Eigenleistung.
23.02.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Gallus Senioren freuen sich über Kabarett & Comedy

Hielten sich die St. Gallus Senioren über die närrischen Tage recht bedeckt, so überraschte die Vorsitzende Inge Fluck ihre Mitglieder in der „Linde“ mit einem spritzigen Unterhaltungsnachmittag.
Die über dir Grenzen des Hegaus bekannte Kabarettistin Ulrike Lohrer aus Hilzingen hatte mit ihren mit viel Witz und Humor vorgetragenen Vorträgen eine ganze Stunde die Lacher auf ihrer Seite, sei es wegen ihrer etwas seltsamen Haushaltführung, als Bewerberin bei Karl Lagerfeld oder bei Dieter Bohlen, oder auch mit einem „Tupperabend für Männer“. Die routinierte Kabarettistin ist auch bekannt als Imitatorin von Angela Merkel, doch meinte sie auf Anfrage, dieses Stück hätte sie aus gegebenem Anlass etwas hintenangestellt in ihrem sonst reichhaltigen Programm.
Nach dem verdienten Applaus bedankte sich Inge Fluck bei der sympathischen Künstlerin und lud sie auf weitere Vorträge ein. Vor dem gemeinsamen Abendessen galt es aber noch, den anwesenden Viktor Fluck, (Ehemann der Vorsitzenden) der dieser Tage bei wieder gute Gesundheit seinen 80. Geburtstag feierte, hochleben zu lassen.
(18.02.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Es ist vorbei
Trotz heftiger Windböen und Starkregen gelang es der Eggäsli-Einsatzgruppe am gestrigen Fastnachtsdienstag den Narrenbaum gut gesichert planmäßig auf den Dorfplatz fallen zu lassen.
Der Gewinner des Baumes, Thomas Scheuch, stand bereits bereit, den 20Meter-Stamm passgenau zusägen zu lassen und auf den bereitgestellten Anhänger zu verladen.
Der Ausschank der obligatorischen Runde Freibier und Schnaps wurde wegen des miserablen Wetters in die Buchberghalle verlegt, wo auch die Abfütterung des Narrensamens angesagt war. Zuschauer für diese beinahe letzte Aktion gab es keine.
(10.02.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Fastnetmäntig in Fützen

Maler- und Anstreicher als Weckdienst unterwegs

Eine große Abordnung des Musikvereins war am Fasnetmontagvormittag schon früh unterwegs, um mit ohrenbetäubender „Katzenmusik“ die letzten Schläfer und Spätheimkehrer aus den Betten zu locken. Wie üblich gab es unterwegs vorgemerkte Versorgungsdepots, so im „Härdepfelchär“, oder bei der vereinseigenen „Werbeagentur“ des Musikvereins am Bohlwald, um sich für weitere Einsätze fit zu machen. Bis um 11.30 Uhr musste die Aktion beendet sein, denn schon bald zog ein Duft von Sauerkraut durch die Gassen, da die Köche der Feuerwehr dabei waren, das inzwischen berühmte Fützener Kesselfleischessen im Spritzenhaus vorzubereiten.
Heute bleibt die Küche leer…

Das Angebot der Feuerwehrkameraden von Fützen mit dem Motto: Heute bleibt die Küche leer, heut‘ essen wir bei der Feuerwehr“, erfreute sich auch in diesem Jahr wieder eines guten Zuspruchs. Nicht nur die Fützener Bürger, auch Gäste aus Stühlingen, Kommingen, Nordhalden, Randen, Hondingen, vor allem aber aus Blumberg, folgten dieser „saumäßigen“ Einladung zum Kesselfleischessen mit gewaltigen Portionen Sauerkraut, vom örtlichen Metzger zubereitet. Auch der leckeren Kuttelsuppe wurde wieder kräftig zugesprochen. Gerade ältere Bürger aber machen zunehmend an diesem Tage von der Möglichkeit Gebrauch, die auserlesenen Teile vom Schwein nach Hause zu holen.
Umzug in Fützen
Der kleine, aber feine Umzug in Fützen, verlief im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch. Eben hatten die Akteure ihre Gruppen aufgestellt, peitschten die ersten Regengüsse durch die Straßen. So ging es buchstäblich im Sturmschritt, aber dennoch bei guter Laune, in Richtung Narrenhalle, wohin sich die Zuschauer bereits vor dem Umzug in Sicherheit gebracht hatten.
(08.02.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

 

Eidechsen (Eggäsli) beherrschen das Rathaus samt Schule
Der großen Übermacht der Fützener Eggäsli musste Ortsvorsteher Georg Schloms auch im zweiten Jahr seiner Amtszeit schon am frühen Donnerstagmorgen weichen. Gemäß der strengen Geschäftsordnung der Stadtverwaltung hatte er als vorläufig letzte Amtshandlung die Mietverträge für die Hallennutzung durch die Narrenzunft bis Aschermittwoch an Narrenvater Stefan Schmid auszuhändigen.
Nach der "Merkel-Pose" ging es dann unter lautem Absingen des Fützener Narrenliedes hinauf in das große Klassenzimmer, wo die beiden hoch dekorierten Lehrerinnen Regina Meder und Sophia Schumacher mit der großen Schülerschar auf die Befreiung vom Schuldienst warteten. Doch zuvor überraschten sie ihr "Publikum" mit bühnenreifen Auftritten und Tänzen.
Narrenvater Stefan dankte und lud zum abendlichen Hemdglonkerumzug ein. Seine große Eidechsenschar aber folgte der obligatorischen Einladung des entmachteten Schultes zu einem kräftigen Umtrunk in seine gute Stube, um sich damit für die weiteren Aktivitäten zu stärken.
(05.05.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Leckere Fasnetkrapfen
Himmlisch lecker und anziehend schmeckten am gestrigen Schmutzigen Donnerstag die Berliner in der Blumberger "First-Class-Tankstelle" Jim Knöpfle, so dass schon nach kurzer Zeit nur noch ein kleiner Restbestand vorhanden war.
(05.052.16 – Bericht mit Bild: E. Schüle)

Wild entsorgt

Ein Bett im Kornfeld gibt es an der Wanne zwar nicht, aber rücksichtslose Müll-Frevler haben dort über Nacht eine ausgediente Matratze nebst weiterem Hausmüll abgelagert.
Ohnehin hat sich diese Wieseneinfahrt längst zu einer illegalen kleinen Dauer- Müllhalde entwickelt, und ist darüber hinaus ganz nebenbei zu einem beliebten "Standplatz" für Wild-Pinkler mutiert.
(02.02.16 – Bericht und Bild: E. Schüle)

Sternsinger sammeln wieder fleißig
Auch in diesem Jahr waren die Sternsinger der Seelsorgeeinheit Blumberg wieder erfolgreich unterwegs. Insgesamt konnten sie mit der beachtlichen Summe von 11.409.42 Euro ihr Ergebnis im Vergleich zum vergangenen Jahr um rund 500 Euro übertreffen. Besonders erfolgreich waren die Fützener Ministranten. Mit 2.481.67 Euro waren sie auch in diesem Jahr wieder an der Spitze.
Die Ergebnisse im Einzelnen: Blumberg mit Zollhaus (gerundet) 1.269 €, Riedböhringen 2.213 €, Riedöschingen 1.515 €, Fützen 2.482 €, Hondingen 1.214 €, Kommingen 1.013 €, Epfenhofen 705 €, Achdorf 643 €, Opferdingen 260 €, Eschach 95 €. Den tüchtigen Sammlerinnen mit ihren Betreuern sei auf diesem Wege noch einmal herzlich gedankt.
(22.01.16 – Bericht und Bild: E. Schüle)

 

In eigener Sache
Da sich die Fützener Homepage über eine recht gute Besucherzahl freuen kann, ist es umso erstaunlicher, dass diese kostenlose Informationsquelle nicht besser von der Ortsverwaltung und den örtlichen Vereinen zur Informations- und Nachrichtenübermittlung genutzt wird. Dabei ist es so einfach, schnell und aktuell auf Veranstaltungen hinzuweisen oder frühzeitige Einladungen zu geplanten Veranstaltungen bekanntzugeben.
In dem Moment, wo der Pressereferent des Vereins seine Meldung an die Presse weiterleitet, kann er sie gleichzeitig an die Kontaktadresse der Fützener Website versenden, wo sie schnellstmöglich verarbeitet und ins Netz hochgeladen wird. Genauso kann man verfahren, wenn kein Pressevertreter bei einer eigenen Veranstaltung erscheint. Sendet der Verein in diesem Fall einen Bericht samt Bilder an den Webmaster der HP, wird auch dieser Beitrag schnellstmöglich veröffentlicht werden. Leider sind die Landfrauen derzeit der einzige Verein, der von diesem kostenlosen Angebot Gebrauch macht.
Das ist wirklich schade, zumal schon mehrfach Anfragen nach Veranstaltungen eingegangen sind, zu denen auf der HP keine Infos zu finden waren. Presseveröffentlichungen von Terminen bzw. Veranstaltungshinweisen sind zwar am aktuellen Tag gut zu lesen, doch eine Veröffentlichung auf unserer Fützener HP bleibt so lange präsent und kann daher immer wieder nachgelesen werden bis der Termin abgehakt ist.
Außerdem werden aktuelle Berichte auf der Fützener Webseite alle drei Monate ins Archiv verlegt, wo sie auch nach längerer Zeit noch nachgelesen werden können. Besucherzahlen von 20-50 Lesern pro Tag, die sich in Spitzenzeiten bei entsprechenden Meldungen auf über 200/Tag steigern, belegen, dass unser Webseitenangebot durchaus als interessant und beliebt bezeichnet werden kann.
Auch, wenn der Musik- und der Narrenverein eine eigene HP unterhalten, ist doch zu vermuten, dass aktuelle Terminsuchen am ehesten auf der Ortshomepage stattfinden. Der Link zur entsprechenden Vereins-Webseite wird bei unseren Veröffentlichungen ohnehin immer hinzugefügt.
Es wäre daher schön, wenn sich die Verantwortlichen dazu entschließen könnten, künftige Meldungen an die Presse mit gleicher Post an die HP unseres Dorfes weiterzuleiten, zumal nicht viele Ortschaften unserer Größe eine so umfangreich und informativ gestaltete Webseite vorweisen können.
In diesem Sinne – auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.
(16.01.16 – Michael Müller, Webmaster)

 

Fast 50 Jahre war Gerhard Baschnagel (rechts) im Wald tätig, die letzten 30 Jahre als Revierleiter zuerst für Randen und die letzten rund 20 Jahre für Fützen. Im Interview mit SÜDKURIER-Redaktionsleiter Bernhard Lutz zieht er gestern Bilanz.

Blumberger Stadtwald: Revierleiter Gerhard Baschnagel zieht Bilanz

Mehr als 40 Jahre lang arbeitete Gerhard Baschnagel im Wald, zunächst für seine Heimatgemeinde Fützen, seit 1975 für die Stadt Blumberg. Am 31. Dezember war sein letzter Arbeitstag als Revierleiter für Fützen. Im Interview mit dem SÜDKURIER zieht er Bilanz. 

  • Herr Baschnagel, gestern lag der erste Nassschnee, wie wichtig war dies für den Wald? Der Schnee war für den Wald wichtig, aber auch für die Landwirtschaft. Die letzten Monate hatten wir viel zu wenig Regen, die Bäume hatten zu wenig Wasser, und das sieht man ihnen auch an. So warfen sie viel früher als normalerweise ihre Nadeln und ihre Blätter ab. Und die Bäume sind dadurch viel anfälliger für den Borkenkäfer.
  • Im SÜDKURIER war kürzlich zu lesen, dass der Grundwasserpegel fast den Niedrigstand vom Jahr 2003 mit dem damaligen Jahrhundertsommer erreicht hat. Das stimmt, im Wald haben wir das voriges Jahr ganz deutlich gespürt. Beim Pflanzen setzen im April war es viel zu trocken, viele Pflanzen sind verdorrt. Das hat sich fortgesetzt. So hatten wir den ganzen Sommer und auch den Herbst über zu wenig Niederschlag.
  • Fast 50 Jahre arbeiten Sie nun im Wald. Was bedeutet der Wald für Sie? Im Wald fühle ich mich wohl, ich rieche gerne die Luft, im Wald habe ich mein Brot verdient.
  • Wie haben sich der Wald und die Waldarbeit in den fast 50 Jahren entwickelt? Früher gab es noch viel mehr Waldarbeiter als heute. Sie mussten das ganze Holz, auch das Schwachholz mit aufarbeiten, was sehr kraft- und zeitaufwändig war. So mussten sie neben dem Brennholz auch das Schwachholz entasten und auf Raummeter (Ster) aufsetzen. Heute werden fast das ganze Schwachholz und auch kleinere Stämme mit einem Durchmesser von bis zu circa 25 Zentimetern mit dem Vollernter bearbeitet.
  • Wie sieht das zahlenmäßig bei den Waldarbeitern aus? Als ich am 1. Januar 1985 das Revier Randen übernahm, hatte ich eine Rotte mit fünf Mann, die jeweils 60 Prozent arbeiteten, und eine Zwei-Mann-Rotte mit je 100 Prozent. Heute arbeiten in diesem Revier noch vier Festangestellte, alle zu 100 Prozent, die aber auch das Revier Blumberg-Achdorf sowie mein Revier Fützen bei der Holzernte und Pflege stundenweise unterstützen.
  • Bei den Haushaltsberatungen im Gemeinderat stehen öfters die Einnahmen im Vordergrund, voriges Jahr waren es gut 200 000 Euro. Wie sehen Sie die Situation? Das vorige Jahr brachte für die Stadt ein gutes Ergebnis. Doch der Wald ist nicht nur eine nachwachsende Einnahmequelle für Blumberg, er hat viele weitere Funktionen: Zuerst einmal ist er Lebensraum für Pflanzen und Tiere, er ist ein Erholungsgebiet für die Menschen hier und für Urlauber, und er ist ein Wasserspeicher und hat eine wichtige Schutzfunktion gegen Erosion und Hangrutsche.
  • Einen großen Einschnitt brachten die Orkane, zunächst Vivian und Wiebke in den Jahren 1989/1990, und dann Sturm Lothar 1999. Wie haben sich die Orkane in Ihrem Revier Fützen ausgewirkt? Bei den Orkanen Vivian und Wiebke war ich noch im Revier Randen, die Orkane legten etliche Flächen kahl, die wir wieder bepflanzen mussten. Im gesamten Raum Blumberg warfen die Orkane etwa das Zehnfache des normalen Jahreseinschlags um. Beim Orkan Lothar war ich für das Revier Fützen zuständig. Uns hat der Orkan zum Glück nicht so stark getroffen wie die anderen Blumberger Reviere, in Fützen waren es circa zwei Hektar Kahlfläche. Doch die Stadt musste handeln, deshalb haben wir Forstleute in Achdorf ein Nasslager eingerichtet und die Stämme bis Herbst 2000 bewässert, damit nicht das ganze Holz sofort auf den ohnehin gesättigten Markt kam.
  • Hat sich der Wald nach dem Orkan Lothar wieder einigermaßen erholt? Ich finde, der Wald hat sich wieder gut erholt. Zwar gab es hin und wieder kleinere Stürme, doch das dadurch geworfenen Stämme konnten wir in den normalen Hiebsatz integrieren.
  • Im Mai 2015 wurde Fützen von einem Tornado gestreift. Ein Überlandstrommasten wurde geknickt, ein Bauernhof wurde abgedeckt und weitgehend zerstört, wie sah es im Wald aus? Im Revier Fützen warf der Tornado insgesamt 6000 Festmeter Stadt- und Privatwald um. Das entspricht dem normalen Jahreseinschlag in diesem Revier.
  • Sie haben oben betont, der Wald habe auch eine Erholungsfunktion. Doch manche Zeitgenossen missbrauchen den Wald und die Natur als Müllkippe. Wie sieht es in Ihrem Revier in Fützen aus? Die letzten Jahre hat das eher wieder etwas zugenommen. Ich habe mehrfach Autoreifen im Wald gefunden, die einfach weggeworfen wurden, oder auch Grasschnitt und Gebüsch, die so „entsorgt“ wurden. Letzteres gehört auf den Wertstoffhof.
  • Wie sieht es mit den Waldbesuchern aus? Wie hinterlassen Sie die Wege und Raststätten? Es ist völlig unterschiedlich. Oft sehen die Raststätten gut aus, doch hin und wieder bleibt dort Abfall liegen, den die betreffenden Personen mühelos wieder mitnehmen könnten. Für uns Forstleute bedeutet das zusätzliche Arbeit.
  • Seit 1. Januar 2016 ist Patrick Egle für ihr Revier zuständig. Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger? Ich wünsche ihm viel Freude bei seiner Arbeit und viel Erfolg.
    Zur Person
    Gerhard Baschnagel stammt aus Fützen. Er ist eines von zwei Kindern von Franz und Anna Baschnagel.
    Nach dem Hauptschulabschluss 1967 in der Randenschule in Zollhaus arbeitete er mit in der elterlichen Landwirtschaft und er arbeitete im Wald. Am 2. Oktober 1969 begann er eine Forstwirtslehre bei der damals selbstständigen Gemeinde Fützen. Im April 1984 wurde er Beamter. Am 1. Januar 1985 wurde er Revierleiter, zuerst für das Revier Randen mit den Gemarkungen Randen, Kommingen, Nordhalden und einem Stück von Riedöschingen. Als Fützens Revierleiter Egon Gleichauf 1996 in den Ruhestand ging, übernahm er dessen Revier, das heute die Gemarkungen Fützen und Epfenhofen sowie ein Stück von Achdorf umfasst. Er ist verheiratet mit Hedwig Baschnagel, geborene Gut, sie haben zwei Kinder. Jahrelang betrieb die Familie in Fützen die Bahnhofswirtschaft. Zu seinen Hobbys zählen Musik, früher als aktiver Trompeter beim Musikverein Fützen, und Fußball als Anhänger des Fußballvereins SV Fützen. (blu)

    (Artikel im Südkurier vom 05.01.16 – Bernhard Lutz/Bild: Reiner Baltzer)

Zweite Bürgerrunde in Fützen findet wieder großen Zuspruch

Zur zweiten „Bürgerrunde mit Informations-und Meinungsaustausch“ in seiner Amtszeit hatten Ortsvorsteher Georg Schloms und sein Ratsteam in die gute Stube der Dorfwirtschaft, in den GALLI“ eingeladen.
Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr war der Zuspruch in diesem Jahr derart groß, dass in der renommierten Gastwirtschaft weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten. Die Besucherzahl bei dieser gewollt „familiären“ Runde überstieg schließlich 90 Personen. Auffallend groß war die Teilnahme junger Bürger, Männer wie Frauen und Ehepartner.
In einem professionell erstellten Präsentationsprogramm (PowerPoint) dankte der agile Schultes mit erkennbarer Freude dem unerwartet großen Interessenkreis und dass er, wie er selbst sagte, als vom Niederrhein kommend, längst ein waschechter Fützener geworden sei und das Leben in der intakten Wohngemeinde mit seiner Familie sehr genieße. Dies fand auch seinen Niederschlag darin, dass es während der ganzen Vortragsreihe spürbar war, dass ihm der „Job“, den er sich nie erträumt hatte, in seiner neuen Wahlheimat viel Spaß macht. (Anmerkung: Nur was man gerne macht, macht man gut).
Im ersten Teil seines Vortrages dankte Schloms den vielen fleißigen Köpfen und Händen aus der Bürgerschaft, vor allem aus den Vereinen, den Bediensteten, dem Lehrerkollegium, den Pfarrherren, die alle täglich dazu beitragen, dass Fützen ein Ort der Gastfreundschaft sei und sicher auch bleiben werde. Den bisherigen Altennachmittag mit leider zurückgehenden Besucherzahlen möchte er in einen Mehrgenerationen-Nachmittag umwidmen und bittet hierzu um die Meinung der Bürger. Sein besonderer Dank galt den vielen freiwilligen Helfern bei den Aufräumarbeiten bei der Tornado-Katastrophe im Frühjahr. Hier erwähnte er auch den lobenswerten spontanen Einsatz des ESB-Teams aus Blumberg.
In aktuellen Bildern zeigte er die geleisteten Arbeiten auf dem Friedhof, beim neuen Hochbehälte,r aber auch die neu erstellten Wanderwege durch die Stadtverwaltung. Bei der Inbetriebnahme des neuen Wasserhochbehälters gab es trotz Druckerhöhung nur einen Wasserrohrbruch, Schäden in den Haushaltungen wurden nicht gemeldet, da das Wasserwerk rechtzeitig auf die Druckerhöhung hingewiesen hatte.
Sehr erfreulich nannte der Ortsvorsteher den wieder geschaffenen kontinuierlichen Schulbetrieb. Stadt- und Ortschaftrat Jürgen Fischer als absoluter Finanzfachmann, referierte mit überschaubarem Bildmaterial über den 46,2 Millionen Euro umfassenden Haushaltplan der Gesamtstadt und erläuterte mit akribisch erarbeitetem Zahlenmaterial die einzelnen Posten, vor allem auch die für den Stadtteil Fützen relevanten Posten. Den umfassenden Bedarfsplan von Fützen listete Schloms danach noch mit erstellten Vorausberechnungen auf, dazu gehören u.a. sehr notwendige Restaurierungen an und in der Buchberghalle, sowie Überlegungen über neue Varianten bei den Bestattungen auf dem Friedhof. Hier will er einen Fragebogen erstellen, um für dieses sensible Thema den Bürgerwillen zu erkennen. Abschließend wies er noch auf das immer aktueller werdende Thema der Breitbandverkabelung (FTTC) hin, das für die Stadt, aber auch für die Bürger, erhebliche finanziellen Investitionen einfordern werden, doch ginge daran kein Weg vorbei, um nicht den Anschluss für die Zukunft zu verlieren.
Ortschaftsrätin Mathilde Gleichauf dankte dem Schultes abschließend für seine hervorragende Arbeit für das Gemeinwohl wie auch als Gemeinderat in Blumberg als Vertreter der Fützener Belange, so auch der Gesamtstadt. Auch die Bürger bedankten sich mit anhaltendem Applaus. Die Ausführungen waren so erschöpfend, dass sich eine Diskussion erübrigte und die sichtlich zufriedenen Bürger sich lieber zwecks leiblicher Stärkung der Theke und dem flinken Serviceteam zuwandten.
(04.01.16 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Sternsinger sammeln für Kinder in Not

In allen Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit Blumberg sind die Sternsinger in diesen Tagen unterwegs, um den Segen Gottes in die Häuser zu tragen. Nach der Sonntagsmesse wurden sie hierfür von Pfarrer Karlheinz Brandl gesegnet und ausgesandt.
Nach ihren Bitt- und Segensgebeten werden sie in den Häusern die üblichen Initialen 20*C+M+B+16, die Kurzfassung von „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) anbringen. Die Sternsinger und ihre Begleiter freuen sich auf eine wohlwollende Aufnahme und über großherzige Spender. Das Ergebnis der Sammlung geht wieder wie jedes Jahr über das Missionswerk Aachen an die Fützener Missionsschwester Mechthild Keller, die zur Zeit wieder in Tansania ist, um bei vorbereiteten Projekten, Kindergärten und einer Schule mitzuwirken.
Die Sternsingeraktion läuft in diesem Jahr unter dem Leitwort: Segen*bringen - Segen sein.
04.01.16 Bericht und Bilder: E. Schüle)

Bringt der Storch das Frühjahr nach Fützen?

Am Nordpol bringt das abstrakte Wetter derzeit die Gletscher zum Schmelzen und in Fützen landete an Silvester, wohl irritiert von den Wetterkapriolen, ein Storch auf dem Kirchturm von St. Vitus.
Dies ist bereits der zweite Besuch im alten Jahr, denn bereits am 5. März 2015, also doch viel später als jetzt, legte möglicherweise dasselbe Exemplar in Fützen einen Zwischenstopp auf seinem Flug auf die Baar oder weiter nach Norden ein.
Neugierig betrachtet er das Geschehen in der Dorfstraße, dreht auch mal Nahrung suchend eine Runde über den Kommenbach und setzt sich gar auf die Sirene auf dem nahen Schulhausdach. Ob mit ihm nun auch der Frühling einzieht bleibt indessen abzuwarten.
(01.01.16 – Bericht und Bilder: E.Schüle)

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