Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg
Fützen - ein Stadtteil von 78176 Blumberg

Frühere Meldungen

2015 - Juni / Mai /April - 2015

 

24.06.15: Fützener Gymnasiast bester Abiturient:
24.06.15: Schulwesen in Epfenhofen
19.06.15: Missionsschwester entführt ihre Gäste in die Serengeti Steppe
19.06.15: St. Gallus-Senioren lassen ihr Rückgrat behandeln
19.06.15: Über die Geschichte der Fützener Dorfschule

15.06.15: Fützens Christen feiern im Doppelpack
12.06.15: Beste Nachwuchslandwirte der Bundesrepublik
11.06.15: Theodor Zeller leitet weiter den kirchlichen Bauförderverein
07.06.15: Letzter Akt an der Baustelle St. Antonius Kapelle
04.06.15: Epfenhofen feiert Fronleichnam
31.05.15: St. Vitus Gemeinde feiert die Dreifaltigkeit Gottes und Fronleichnam
29.05.15: Missionsschwester aus Tansania hält Vorträge
23.05.15: Obst- und Gemüseverkauf startet wieder

22.05.15: Solidarischer Großeinsatz der Fützener Bürger beim zerstörten „Buchhof“

18.05.15: Grundschule Fützen lud zum Tag der offenen Tür
14.05.15: Appell zur Bürgerhilfe von Ortsvorsteher Georg Schloms
14.05.15: Fützen schrammt an verheerendem Unwetter vorbei
12.05.15: Landwirte im Dauerstress
11.05.15: Karlheinz Brandl 10 Jahre Priester

07.05.15: Mai 1955: Glocken läuten wieder für den Frieden
03.05.15: Der Muttertag naht
01.05.15: Kobolde in der Maiennacht

29.04.15: Senioren singen Frühlingslieder
26.04.15: Neuer Rat im Rat
26.04.15: Bewegtes Kriegsende an der Schweizer Grenze aufgezeigt
22.04.15: April 1945: Die Schlacht um Fützen
17.04.15: Bauhof in Fützen aktiv

17.04.15: Fützen macht Druck
12.04.15: Feuerwehr sammelt Wohlstandsmüll

06.04.15: Ostermontag in St. Vitus Fützen
06.04.15: Gott lebt in den Herzen derer die glauben
04.04.15: Ostern naht
02.04.15: Erst das Gebet, dann die Schokoladentorte
01.04.15: Osterkuchen und froher Gesang

 

Fützener Gymnasiast bester Abiturient
Am Technischen Gymnasium in Donaueschingen hat Johannes Gleichauf, Sohn von Mathilde und Markus Gleichauf, den besten Notendurchschnitt (1,1) der Abiturienten erzielt. Zudem wurde ihm der Sonderpreis im Fach Mathematik zuerkannt.
Der erfolgreiche Gymnasiast, der von der Realschule Blumberg ans TG gekommen war, hat auch sein künftiges Berufsziel, an dessen Beginn ein Fachstudium im Bereich Elektrotechnik steht, schon fest im Blick.
Wir gratulieren herzlich zu dieser hervorragenden Leistung und wünschen dem jungen Mann eine erfolgreiche Zukunft in seinem angestrebten Beruf.
(24.06.15)

Schulwesen in Epfenhofen
Das Dorf Epfenhofen hat bezüglich seiner Zugehörigkeit eine bewegte Geschichte mit wechselnden Verwaltungsebenen.
Im Jahre 1807 gehörte der Ort zum Amt Blumenfeld, 1813 zum Bezirksamt Bonndorf, 1815 wieder zu Blumenfeld, 1857 zum Bezirksamt Engen, ab 1924 zum Bezirksamt Donaueschingen, 1936 zu Waldshut, 1939 wieder zum Landkreis Donaueschingen und dann ab 1973 zum Schwarzwald-Baar-Kreis Villingen-Schwenningen.
Ebenso bewegt war wohl auch die allmähliche Entwicklung des Schulwesens. Spätestens ab 1772 gab es in Epfenhofen einen Schulmeister. Aus gesicherten Unterlagen ist zu entnehmen, dass es ab dem Jahr 1793 eine sogenannte „Sommerschule“ gab. Die Schulaufsicht lag damals in den Händen des Ortspfarrers. Das Schulzimmer war zur damaligen Zeit das Wohnzimmer des Lehrers, der diesen schlecht bezahlten Beruf als Nebenerwerb ausübte und meist noch eine kleine Landwirtshaft umtrieb und auch als Mesner, Glöckner und Organist ein Zubrot verdiente. Hinzu kamen Leistungen der Bürger und im Winter musste jedes Schulkind je Schultag ein Scheit Holz mitbringen.
Doch endlich nach langem Hin und Her über Baukosten bekam auch Epfenhofen im Jahr 1834 ein eigenes Schulhaus mit Lehrerwohnanteil. In den Jahren 1905 -1907 wurde das Haus umgebaut und blieb seither in seiner Substanz bis in die Neuzeit unverändert. Ab 1864 erfolgte die Schulvisitation durch den Großherzoglichen Kreisschulrat.
Ältere Dorfbewohner können sich heute noch sehr wohl an den langjährigen Lehrer Josef Weber erinnern, der von 1932 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1962 mit seiner oft unkonventionellen Art unterrichtete und die Kinder für das weitere Leben prägte. Schließlich konnte im Jahre 1963 unter dem damaligen Bürgermeister Alois Rösch das neu erstellte Schulgebäude eingeweiht werden. Heute befindet sich dort der städtische Kindergarten mit 32 Plätzen, der auch von Kindern aus Fützen besucht wird. Seit Auflösung der Epfenhofener Schule im Jahre 1976 besuchen die Schüler  vom 1. bis zum 4. Schuljahr die Grundschule in Fützen, aktuell sind dies im laufenden Schuljahr 2014/15 noch 12 Kinder.

Als bemerkenswert und absolutes Novum ist zu nennen, dass in Epfenhofen im Bereich „Schulwesen“, wie es im Amtsdeutsch heißt, von 1949 bis 1961 auf dem Gelände  des heutigen Bürgerhauses Biesental eine Zollhundeschule, ursprünglich „Hundeabrichtungsantalt“  genannt, etabliert war. Diese hatte unter den von den Oberfinanzdirektionsbezirken Freiburg, Stuttgart und Koblenz unterhaltenen Einrichtungen einen ausgezeichneten Ruf, doch konnte trotz vieler Bemühungen die Schließung nicht verhindert werden. Dies bedeutete für das Dorf einen herben Rückschlag. Die Schule mit zweitweise 30 Hundeführern und weiteren Bediensteten war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die kleine Gemeinde.
Abschließend ist zu sagen, dass es wiederum ein Lehrer war, der in mühevoller Kleinarbeit die oben genannten Daten und Fakten zusammengetragen und zur 850-Jahr – Feier im Jahre 1997 als Historische Jubiläumsschrift zusammen mit der Stadt Blumberg herausgebracht hat. Ihm, dem sehr geschätzten Bürger und pensionierten Realschul-Rektor Edwin Fluck sei für seine Mühen auf diesem Wege wiederholt gedankt.

Siegfried Leingruber, Jahrgang 1923, erinnert sich gerne an seine Schulzeit in Epfenhofen

Siegfried Leingruber ehemaliger Gemeinderat und Ortsvorsteher kann in diesem Zusammenhang noch eine ganze Reihe von Erinnerungen an seine Schulzeit zum Besten geben:

Sein Lehrer bei der Einschulung war ein Herr Maier. Bevor Lehrer Josef Weber den Schulbetrieb übernahm, gaben sich mindestens sechs Lehrer die Klinke in die Hand, was immer das bedeutete. Als Josef Weber vor seinem Dienstantritt die Schule besichtigte, sagte er: „ Hier bleibe ich nicht lange“, es sollten in der Folge dann aber 30 Jahre werden.
Josef Weber war ein strenger, aber gerechter Pädagoge und lehrte seinen Schülern nicht nur rechnen und schreiben, sondern auch Anstand und gute Manieren. Ab der dritten Klasse (1933) machte er mit seinen sieben Schülern teilweise mit seinem eigenen Auto Schulausflüge, für die damalige Zeit eine Besonderheit. In Waldshut zeigte er den erstaunten Schülern den Rhein, ganz besonderen Erinnerungswert aber hat für Siegfried Leingruber der Besuch der Maggi-Werke in Singen oder gar das damals schon in Singen ansässige Kaufhaus Woolworth, was im Vergleich zum heimatlichen Kolonialwarenladen von August Rösch mit 20 m² geradezu eine Sensation war. In guter Erinnerung bleibt für den damaligen Schüler, dass der Lehrer mit den Buben im Sommer in die Wutach ging, um schwimmen zu lernen.
Siegfried scheint schon als Knabe ein aufmerksamer Mensch gewesen zu sein, denn er durfte dem Lehrer bei dessen privaten Arbeiten in der Werkstatt zusehen und Handlanger spielen. Eines Tages nahm ihn der Lehrer auch mit in die Kirche, er hatte für die Muttergottesstatue eine Krone geschnitzt. Als er diese der Madonna auf den Kopf schraubte, tat dies Siegfried so weh, dass er beinahe weinen musste. Die Schulentlassung aber war im Gegensatz zu heute noch einmal harte Arbeit. Da kam nämlich der Bürgermeister samt Gemeinderat und die Absolventen mussten ihre Ertüchtigung unter Beweis stellen.

Soweit Siegfried Leingruber.
(24.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Missionsschwester entführt ihre Gäste in die Serengeti Steppe

Die monatliche Zusammenkunft der Senioren aus Fützen und Riedöschingen hatte dieses Mal einen besonderen Charakter. Die Fützener Missionsschwester Mechthild Keller leistet seit über 20 Jahre in Tansania im Auftrag der Kirche wertvolle Aufbauarbeit. Bereits an mehreren Orten, unter anderem am Natronsee beim Volksstamm der Massai, oder wie derzeit in der Nähe des Viktoriasees leitet sie den Aufbau von Kindergärten und Schulen für Kinder und Jugendliche, die aus bis zu 20  Kilometer Entfernung im Umkreis kommen und, da meist mittellos, Hilfe und Unterstützung in den kleinen Bildungsanstalten finden. Diese für unsere Europäischen Verhältnisse bescheidenen Unterkünfte werden hauptsächlich mit Spenden aus der Heimat finanziert.
Mit sehenswerten Bildern unterlegte die Schwester ihre Ausführungen über die Arbeit der dortigen Missionare. Diese Arbeit besteht vor allem in dem Bemühen Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln. So wird den ehemaligen Nomaden gelernt, Gärten anzulegen und neben Gemüse vor allem auch wertvolle Heilkräuter anzubauen und deren Verwendungsmöglichkeiten bei Krankheiten zu nutzen. Dabei spielt die Verfügbarkeit von Trinkwasser durch von den Bergen her angelegten primitiven Wasserleitungen eine große Rolle. Seit geraumer Zeit werden versuchsweise auch Kamele angeschafft, deren Milch vor allem für Kleinkinder eine willkommene und gesunde Nahrungsquelle ist.
Die Arbeit der christlichen Missionare ist aus politischen Gründen schwieriger, zum Teil sogar gefährlich geworden. Oft wird den ortsansässigen Menschen ihr kleiner Grundbesitz einfach enteignet und als Bauland an Spekulanten verkauft. Trotzdem wird zurzeit wieder am Aufbau eines Kindergartens gearbeitet.
Zu diesem interessanten Vortrag waren nicht nur Gäste aus Fützen und Riedöschingen, sondern auch aus Hondingen und Mundelfingen in das vollbesetzte Gasthaus „Kranz“ gekommen. Erich Schüle, der den Besuch der Schwester in ihrer Heimat organsiert hatte, dankte ihr für den ausgezeichneten Vortrag. Mit dem großherzigen Spendenaufkommen an diesem Nachmittag von nahezu 1000 EURO, wie aus dem Verkauf der mitgebrachten und von den dortigen Frauen gebastelten zierlichen afrikanischen  Schmuckgegenständen, Tücher und kleinen Skulpturen, erklärte die Schwester spontan, könne sie die Ausbildung der eben für den neuen Kindergarten eingestellte einheimische Erzieherin finanzieren.
Pfarrer Karlheinz Brandl als Schirmherr des Katholischen Kindergartens St. Josef in Blumberg, „verpflichtete“ die sympathische Missionarin, anderntags gleich noch zwei Vorträge im Kindergarten und bei den Hortkindern zu halten, dort wird derzeit an einem Projekt „Afrika“ gearbeitet. Diesen Auftrag wollte die erfahrene Pädagogin mit 20-jähriger Afrika-Erfahrung, auch in der Kindererziehung, natürlich nicht ablehnen.
(18.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Gallus-Senioren lassen ihr Rückgrat behandeln
Besorgt um eine stabile Gesundheit der St. Gallus Senioren, hatte deren Vorsitzende Inge Fluck die erfahrene Heilpraktikerin für Psychotherapie Barbara Parlow aus Bad Dürrheim in die „Linde“ in Epfenhofen eingeladen.
Nach der obligatorischen Kaffeerunde ging diese kurzerhand zur Sache und forderte die erwartungsvollen, wie sich zeigte, mit mancherlei Zipperlein behafteten Besucher hier vor Ort spontan reihum für ihr Wohlergehen etwas zu tun. Übungen und Ratschläge für zu Hause rundeten das Programm des Nachmittages, der dieses Mal arbeitsintensiv, aber mit der guten Hoffnung, dass die erhaltenen Unterweisungen wie eine Verjüngungskur wirken mögen, ab.
Inge Fluck bedankte sich bei der Referentin, die viel Zeit und persönliche (Überzeugungs)-Kraft mit nach Epfenhofen gebracht hatte.
(18.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Über die Geschichte der Fützener Dorfschule
Angeregt durch Presseberichte über Schuljubiläen, Schulzusammenschlüsse, Schul-Förderprogamme und vieles mehr sah sich unser Ortschronist Erich Schüle veranlasst, das Fützener „Schulwesen“ unter die Lupe zu nehmen.
Demnach gab es, bedingt durch die Zugehörigkeit von Fützen zum Kloster St. Blasien, hier schon um das Jahr 1599 ein Schulwesen, eine Art Winterschule. Über die desolaten Gebäude gab es immer wieder Streitigkeiten und Gesuche nach einem anderen Standort. Ursprünglich stand die Schule, die immer mit einer Schankwirtschaft (Tavernenrecht) verbunden war da, wo heute die Buchberghalle steht. Im Jahre 1786 wurde das Gebäude für 715 Gulden verkauft und das neue Gebäude, ebenfalls mit Schankrecht, wurde gegenüber vom Gasthaus Hirschen erbaut. Was dem damaligen Hirschenwirt gar nicht gefiel!- (Heute Hermann Keller).
Die Namen zweier Lehrer sind bis heute wohl unbewusst noch im Fützener Sprachgebrauch erhalten, nämlich Johann Zobel 1750 bis 1788 und danach bis um das Jahr 1830 Dominik Zobel. Bis zum heutigen Tag ist das Heimathaus von Hermann Keller (Singenerstrasse 6) noch „ s Zobels Hus“ und Kreszentia Keller war eben zeitlebens die „Zobel-Kresenz“.
Doch zurück zum „Schulwesen“. Begabte Schüler wurden gefördert und durften die Schule in St. Blasien besuchen. Schließlich hatte die Kirche Interesse, gläubige Menschen als brauchbare Lehrer, Patres und Priester heranzubilden. Urkundlich erwähnt ist bereits im Jahre 1599 als Schulmeister, Organist und Mesner Hyronimus Proglin. Ab dem 1700 Jahrhundert war die „Winterschule“ von Fützen eine „Pflichtschule“ die vom 7. – 14. Lebensjahr besucht werden musste. Die örtliche Schulaufsicht oblag dem jeweiligen Ortspfarrer zusammen mit dem Gemeindegericht.
Im Jahre 1902 wurde am jetzigen Standort ein Schul- und Rathaus errichtet, das immer wieder erweitert, bekanntlich im Jahre 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört wurde. In der heutigen Form wurde es nach dem Krieg wieder errichtet. Vordem war z.B. der Eingang zum Rathaus von der Straßenseite (Arnold Gleichauf) her. Da wo jetzt der Eingang ist, stand das Kriegerdenkmal.
Ich kann mich an meine Schulzeit (1936 - 1944) noch vage erinnern. Damals spielte der Lehrer Josef Held beim Gesangsunterricht noch die Geige. Bei Ungehorsam wurde man auf einen hohen Schrank gesetzt, praktisch an den Pranger gestellt. Während des Krieges mussten wir ein paar Tage nach Epfenhofen zur Schule. Lehrer Josef Weber schwang gerne den Haselnuss-Stock, der Delinquent musste sich auf die vordere Bank legen und es setzte gar kräftige „Hosenspanner“. Aber im Gegensatz zu heute lernten wir noch Kopfrechnen aus dem ff und können bis heute die Wörter „das“ und „dass“ im Gebrauch unterscheiden, was, wie täglich zu lesen, heute vielen „gescheiten“ Leuten abgeht.
Bleibt zu hoffen, dass unsere bewährte Dorfschule, als Grundschule Fützen mit den Schulklassen 1 – 4 trotz der derzeit eher sinkenden Schülerzahlen noch lange erhalten bleibt. Erfreulicherweise hat die Stadt in den vergangenen Jahren für den Gebäudeerhalt beachtliche Summen investiert.
(18.06.15 – Bericht und Bild: E. Schüle)

Fützens Christen feiern im Doppelpack
Mit großer Freude feierte die Kirchengemeinde St. Vitus den Abschluss der Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten an der Antoniuskapelle, die nach großem persönlichen Einsatz einiger Gemeindemitglieder zusammen mit heimischen Handwerksbetrieben außen und innen renoviert wurde. Die Einweihungsfeier war eingebettet in das so genannte „Vitsfest“, das Gedenken an den örtlichen Kirchenpatron St. Vitus, von dem nach der Überlieferung der Ort seinen Namen „Vitusheim“ hat.
Zu Beginn der Festveranstaltung in der Kirche, an dem auch viele Gläubige aus den umliegenden Orten, wie auch geladene Gäste und Gönner teilnahmen, zelebrierte Pfarrer Karlheinz Brandl die Feier der Liturgie, stimmungsvoll begleitet von der Schola unter der Leitung und an der Orgel von Renate Günthner. Konzelebrant war Pfarrer i.R. Julius Dreher.
Pfarrer Brandl meinte in seiner Ansprache bei der Messe, wie auch am Abend bei der Dankandacht in der Kapelle, es sei Aufgabe des heutigen Kirchenvolkes, das Vermächtnis unserer Vorfahren, wie Vitus und Antonius, den Glauben und die christlichen Werte in die Welt hinaus zu tragen. Am Schluss des Gottesdienstes bedankten sich Pfarrer Brandl, wie auch Pfarrgemeinderätin Ursula Arlt und Klaus Gut, der „der Motor“ bei den Arbeiten an der Antoniuskapelle war, für alle Hilfe, aber auch bei Allen, die in irgendeiner Form zum guten Gelingen beigetragen hätten. Der Dank des Pfarrers galt auch dem Erzbischöflichen Bauamt, der Verrechnungsstelle in Stühlingen für die Unterstützung, sowie Architekt Ewald Gut für seine hilfreiche (unentgeltliche)Planung und Beratung. Nach den Ausführungen von Ursula Arlt konnten die Baukosten durch die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung (32.000 EURO) und durch 525 erbrachte Arbeitsstunden in Eigenleistung nun mit 40.000 Euro abgeschlossen werden.
Bei der anschließenden weltlichen Feier würzten die Fützener Randenmusikanten unter der Leitung von Gerd Gut mit schmissigen Musikstücken das gemeinsame Mittagessen im und vor dem Pfarrhaus. Dabei gab es aber auch überraschende Begrüßungs-Szenen von ehemaligen Fützener Bürgern, die zum Teil vom Kaiserstuhl, dem Hegau, oder aus dem Raum Stuttgart angereist waren.
Nach dem allseits guten Verlauf bereitete der Gang zur abschließenden Andacht und Wieder-Einweihung der renovierten Kapelle dann doch noch Schwierigkeiten, da zu dieser Zeit (17.00 Uhr) ein starker Gewitterregen über das Dorf zog. Doch wurden die Teilnehmer für ihre nassen Kleider von Pfarrer Brandl mit seiner ansprechenden Feier und der Segnung des wieder erstrahlten Gebetshauses voll entschädigt. Die Kapelle an der stark befahrenen Landstraße lädt nun Einheimische wie Touristen ein, beim Heiligen Antonius im Gebet wieder um Schutz und um den richtigen (Lebens)-Weg zu bitten.
Infokasten: Der Heilige Vitus zählt in der katholischen Kirche zu den 14 Nothelfern, die in vielerlei Nöten um Hilfe angerufen werden. Vitus ist der Schutzpatron der Apotheker, Bierbrauer und Gastwirte. Der Schutzpatron wird in vielen Ländern wie Italien oder in Österreich verehrt. Ihm zu Ehren ließ König Karl IV (1316-1378) den so genannten „ Veitsdom“ weiter ausbauen, dort werden auch Reliquien von St. Vitus aufbewahrt. Sein Gedenktag ist der 15. Juni.
Infokasten: Antonius von Padua + 1231, Heiliger, Kirchenlehrer und Missionar war ein begnadeter Redner in seiner Zeit. Zu ihm pilgerten die Gläubigen zu Lebzeiten, um ihm ihre geheimsten Sorgen und Nöte anzuvertrauen. Dabei soll er vielen Suchenden geholfen haben, den Weg zu Gott wiederzufinden, was nun in der neuen Zeit viele Menschen veranlasst, den Heiligen um Hilfe anrufen, wenn sie einen Partner suchen oder Gegenstände verloren haben. Im Volksmund hat man ihm deswegen auch den Namen „Schlamper-Toni“ verpasst.
Das kleine Kirchlein an der Straße nach Blumberg aber wurde in grauer Vorzeit von den Bürgern als Erfüllung eines Gelübdes erbaut, dass sie zu Ehren des Heiligen Antonius „am Buchberg“ ein Kapelle errichten würden, wenn sie von Hungersnot und Seuchen verschont blieben. Bittprozessionen sind bis in das Jahr 1862 dokumentiert.
Natürlich nagte der Zahn der Zeit immer wieder am Gebäude. Es wird aber von  Bürgern mit christlicher Gesinnung bis zum heutigen Tag immer wieder und renoviert und gepflegt. Im Wissen, dass dieser Besitz auch Last bedeutet, übergab die politische Gemeinde unter dem damaligen Bürgermeister Justin Gleichauf im Jahre 1948 die Kapelle mit allen Rechten und Pflichten an die Römisch Katholische Kirchengemeinde von Fützen.
Um den geschichtsträchtigen Werdegang für interessierte Besucher zu dokumentieren, wurde in diesen Tagen eine Informationstafel beim Eingang angebracht. In der Kapelle sind Tafeln mit den Namen der Gefallenen der letzten Kriege angebracht, damit ist das kleine Gebetshaus auch eine Erinnerungsstätte an die Männer, die ihr Leben für ihre Heimat geopfert haben.
(15.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

v.l. Lukas Gleichauf, Louis Scherzinger - Bild: BDL

Beste Nachwuchslandwirte der Bundesrepublik
Lukas Gleichauf aus Fützen ist einer der beiden besten Nachwuchslandwirte Deutschlands. Der Sohn von Arnold und Veronika Gleichauf hat diesen Titel bei einem bundesweiten Wettbewerb gewonnen. Näheres dazu erfahren Sie in der folgenden Pressemitteilung und auf der Homepage der Badischen Bauernzeitung. (http://www.badische-bauern-zeitung.de/berufswettbewerb-655906)
Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle an die Bundessieger!
Pressemitteilung des Bundes der deutschen Landjugend vom 11.06.2015

Louis Scherzinger und Lukas Gleichauf bundesweit Spitze
Blumberger und Löffinger Landwirte gewinnen Berufswettbewerb

(BDL) Louis Scherzinger aus Löffingen-Bachheim und Lukas Gleichauf aus Blumberg-Fützen sind die besten Nachwuchslandwirte der Bundesrepublik. Der 21 bzw. 20-Jährige hatten sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2015 qualifiziert und waren Anfang Juni nach Rendsburg (Schleswig-Holstein) gereist. Als Team überzeugten die beiden Junglandwirte im Finale des Wettbewerbes an dem sich bundesweit mehr als 10.000 junge Menschen beteiligt haben.
Die
jungen Männer
, die derzeit die Fachschule für Landwirtschaft in Donaueschingen besuchen, mussten in Berufstheorie und -praxis ihr Können beweisen. Doch auch ihre Fitness beim Präsentieren und im Allgemeinwissen war gefragt. Punkten konnte sie, wenn sie die Vor- und Nachteile des Außenklimastalles bei der Schweinemast kannten oder wussten, was durch die WTO reguliert wird.
Im Finale des 32. Berufswettbewerbs mussten Lukas
Gleichauf und Louis Scherzinger zum Beispiel einen Zählrahmen bauen oder Auszubildende an der Sämaschine unterweisen. Das Team, das vorallem die Vielfalt und Selbständigkeit in der Landwirtschaft schätzt, vereinte am Ende 80,8 Punkte auf sich. Mit dem 1. Platz schafften sie es an die Spitze der Nachwuchs-Kräfte ihres Fachs.

Eins ist klar: Der Berufswettbewerb kennt nur Gewinner. Als Landessieger für Südbaden angetreten, ging es den beiden wie den anderen nicht nur um den Wettbewerb, sondern auch um den Blick über den Tellerrand. Der hat ihnen nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein gebracht, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sie die Herausforderungen der Zukunft besser meistern können.

Der Berufswettbewerb ist eine gute Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen“, sagen die jungen Männer. Neue Kontakte und tolle Preise habe ihnen der Berufswettbewerb gebracht. In ihrer weiteren beruflichen Zukunft möchten beide den elterlichen Betrieb übernehmen.

„Grüne Berufe sind voller Leben - Nachwuchs bringt frischen Wind“ lautet das Motto des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2015. Das gilt für die beiden Sieger wie für jeden der TeilnehmerInnen am Bundesentscheid, bei dem der Nachwuchs der Grünen Berufe am Start war. Gemeinsam zeigten die angehenden Forst- und Tierwirte, die Landwirte, Hauswirtschafterinnen und Winzer, wie vielseitig, anspruchsvoll und modern diese Berufe sind.

„Das Leistungsniveau beim Bundesentscheid war enorm. Viel beeindruckender waren aber der Zusammenhalt und das Miteinander bei diesem Wettbewerb“, lobt Kathrin Funk, die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), die fitten Nachwuchskräfte.

Der Berufswettbewerb wurde erstmals 1953 veranstaltet. Er zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Deutsch­lands und wird vom BDL gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und ihren Landesverbänden sowie der Schorlemer-Stiftung ausgerichtet. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Als Schirmherr des Wettbewerbs wird der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Lukas Gleichauf und Louis Scherzinger beim Deutschen Bauerntag in Erfurt ehren.

Mehr zum Bundesentscheid des Berufswettbewerbes 2015 gibt es unter www.landjugend.de
(11.06.15 – unten stehende Bilder: E. Schüle)

von rechts: Pfarrer Karlheinz Brandl, Isolde Zimmermann, Klaus Gut, Ursula Arlt, Theo Zeller, Heidi Keß-ler, Marlene Eckert, Markus Gleichauf

Theodor Zeller leitet weiter den kirchlichen Bauförderverein
Nur zwei Mitglieder zeigten Interesse an der Arbeit des kirchlichen Baufördervereins, dessen Vorstandsgremium gemäß Satzung alle zwei Jahre Rechenschaft über seine Arbeit ablegen muss. Gleichwohl leisten die derzeit 52 Mitglieder mit ihren Beiträgen und Spenden einen wichtigen Beitrag zu den laufenden Kosten der Pfarrgemeinde.
Nach den Ausführungen des Vorsitzenden Theo Zeller und Schriftführerin Marlene Eckert konnte der Verein seit seiner Gründung immerhin 40.000 Euro an die Verrechnungsstelle in Stühlingen zweckgebunden überweisen. Für das laufende Jahr berichtete Kassiererin Heidi Keßler über eine solide Kassenlage. Die Kassenprüfer Markus Gleichauf und Klaus Gut bescheinigten ihr eine stimmige Buchführung. Die Entlastung war reine Formsache.
In weiteren Tagesordnungspunkten wurde beschlossen, von den angesparten Mitteln in diesem Jahr wieder 2000 Euro für die Sanierung des Vorplatzes am Kircheneingang zur Verfügung zu stellen. Der Mitgliedsbeitrag bleibt unverändert bei 20 Euro pro Jahr. Die laut Satzung vorgegebenen Neuwahlen brachten keine Veränderungen, das bisherige Team wurde wieder einstimmig auf weitere vier Jahre gewählt. Alle Gewählten nahmen ihr Mandat an.
Pfarrer Karlheinz Brandl dankte für ihre Arbeit und erwähnte die Wichtigkeit dieser segensreichen Einrichtung, die zum Einen helfe, mit den Zuschüssen die Pfarrgemeinde bei ihren laufend anfallenden Unterhaltungsmahnahmen zu unterstützen, diese Kosten abzufedern oder gewisse Maßnahmen, wie eben bei der Renovation der Antoniuskapelle, überhaupt anzuschieben. Nicht zu unterschätzen, so der Pfarrer, die positive Ausstrahlung nach außen, die eine solche Einrichtung als Zeichen einer lebendigen Gemeinde habe und dies in Zeiten wo die Kirchengemeinden immer mehr auf sich selbst gestellt seien und immer weniger auf Zuschüsse seitens der Stadt oder auch des Denkmalamtes bauen können.
Infokasten: Kirchlicher Bauförderverein St. Vitus-Fützen e.V., gegründet 1999 nach dem Abschluss der großen Renovierungsarbeiten in der Dorfkirche St. Vitus (ca.500.000 DM Kosten). Vorsitzender aktuell Theodor Zeller, Zweite Vorsitzende Pfarrgemeinderätin Ursula Arlt, Kassiererin Heidi Keßler, Schriftführerin Marlene Eckert. Beisitzerinnen Isolde Zimmermann und Ulrike Röthenbacher. Kassenprüfer Markus Gleichauf und Klaus Gut. Laut Satzung sind die erwirtschafteten Gelder zweckgebunden für den Unterhalt der örtlichen kirchlichen Einrichtungen wie der Dorfkirche, der Antoniuskapelle und für das Katholische Pfarrhaus.
(11.06.15 – Bericht und Bild: E. Schüle)

Letzter Akt an der Baustelle St. Antonius Kapelle
Buchstäblich schweißtreibend war der letzte Arbeitseinsatz an der Antoniuskapelle, zu dem sich Pfarrer Karlheinz Brandl, Klaus Gut und Ursula Arlt dieser Tage in den Abendstunden eines heißen Sommertages eingefunden hatten. Doch es war eine angenehme Aufgabe, galt es doch, für die künftigen Besucher der geschichtsträchtigen Kapelle eine Informationstafel anzubringen. Des Weiteren wurde eine Keramiktafel mit dem Bild des Schutzheiligen angebracht.
Nun steht der feierlichen Einweihung nichts mehr im Wege. Diese ist bereits für den kommenden Sonntag, 14. Juni fest vorgemerkt. An diesem Tag wird auch das Patrozinium des Ortsheiligen, St. Vitus gefeiert.
Nach einem Festgottesdienst in der Kirche und gemeinsamen Mittagessen im und rund um das Pfarrhaus wird Pfarrer Karlheinz Brandl in Verbindung mit einer Dankandacht das in vielen Arbeitsstunden rundum renovierte kleine Gebetshaus einweihen und seiner Bestimmung übergeben.
(07.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Epfenhofen feiert Fronleichnam
In Epfenhofen feierten die Gemeindemitglieder in ihrer Dorfkirche St. Gallus Fronleichnam.
Pfarrer Karlheinz Brandl zelebrierte, musikalisch begleitet von den Kommentalmusikanten unter der Leitung von Elmar Klein, die Festmesse. Daran schloss sich noch eine Andacht mit Fürbitten und dem sakramentalen Segen an.
Das ansprechende Mosaikbild hatte die KJG-Gruppe unter der Leitung von Silke Leingruber aus Sand und Mineralien wieder in akribischer Feinarbeit liebevoll vor dem Zelebrationsaltar aufgebaut. Das Bild zeigte einen Fisch mit dem symbolischen Hinweis auf Petrus, den Menschenfischer. Zu einem kleinen Platzkonzert des Musikvereins verweilten die Kirchenbesucher noch gerne in der warmen Morgensonne.
(04.06.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

St. Vitus Gemeinde feiert die Dreifaltigkeit Gottes und Fronleichnam
Bei strahlendem Frühsommerwetter feierte die Katholische Kirchengemeinde Fützen das Fronleichnamsfest. Hierzu bildete das an diesem Sonntag im Kirchenjahr fest verankerte Dreifaltigkeitsfest, das Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes, die Grundlage.
Nach dem feierlichen Hochamt, das der Musikverein unter der Leitung von Peter Meister musikalisch umrahmte, an der Orgel Renate Günthner, zogen die Gläubigen, wiederum angeführt vom Musikverein zu den beiden geschmückten Altären beim Landfrauenheim und vor dem Pfarrhaus. Nach vorbereiteten Gebeten und Fürbitten (Lektorinnen Ursula Arlt und Verena Basler) spendete Pfarrer Karlheinz Brandl den sakramentalen Segen.
Viele Helfer hatten Tage davor wieder auf den Wiesen Blumen gesammelt und die Altäre liebevoll geschmückt. Seit Jahren liegt dies in den bewährten Händen der Schola, der Landfrauen, der Ministranten und der Mesnerin.
An Fronleichnam wird der Leib Christi in Gestalt einer Hostie in der Monstranz vom Priester unter einem Baldachin (Himmel) als sichtbares Zeichen des Glaubens durch den Ort getragen und verehrt. Die würdevolle Feier endete mit dem Tedeum und dem eucharistischen Segen in der Kirche.
Pfarrer Brandl dankte allen Mitwirkenden, den Blumenpflückern wie auch den Musikern, aber auch den Kirchenbesuchern, die alle dazu beigetragen hätten, an diesem Tag zu zeigen, dass der Glaube im Ort noch immer lebendig sei und besonders sichtbar gepflegt werde.
(31.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Missionsschwester aus Tansania hält Vorträge
Seit über 20 Jahren leistet die Fützener Missionsschwester Mechthild Keller wertvolle Aufbauarbeit in Tansania. Zuletzt war ihr Arbeitsgebiet in der Nähe des Victoriasees (Mwanza). Zuvor lebte und arbeitete sie bei den Urvölkern vom Volksstamm der Massai in den endlosen und wasserarmen Serengeti-Savannen.
Über ihre Arbeit, die inzwischen aus politischen Gründen sehr schwierig geworden ist, wird sie am Dienstag, 16. Juni, um 14 Uhr im Gasthaus „Kranz“ Fützen einen interessanten Vortrag halten, den sie mit Bildern aus dem fernen Land und deren Bewohnern, aber auch deren Probleme, untermauern wird. Der Vortrag findet im Rahmen der monatlichen Zusammenkunft der Senioren aus Fützen und Riedöschingen statt, jedoch sind auch weitere Gäste aus den Ortschaften bei freiem Eintritt herzlich willkommen.
Auf Empfehlung von Herrn Stadtpfarrer Karlheinz Brandl wird Sr. Mechthild am Vormittag dieses Tages aber auch im Katholischen Kindergarten „St. Josef“ die Kinder über ihre Arbeit, gerade auch in den neu eingerichteten Kindergärten, Schulen und Krankenstationen in der Diözese Arusha informieren. Dieser Vortrag passt gut in das derzeit im Kindergarten laufende Projekt, bei dem die Erzieherinnen die Kinder mit dem Thema: „Wir entdecken Afrika“ auf den schwarzen Kontinent mit entsprechenden Themen und Arbeiten einstimmen und sensibilisieren wollen.
(29.05.15 – Bericht und Bild: E. Schüle)

Obst- und Gemüseverkauf startet wieder
Seit heute gibt es in Fützen wieder jeden Samstag ein Angebot an frischem Obst und Gemüse, vorwiegend von der Insel Reichenau. Außerdem findet man Waren wie z. B. Oliven und Olivenöl aus der Türkei, aber auch Produkte aus Italien.
Ermutigt durch den Zuspruch beim ersten Start im vergangenen Jahr hat sich die Familie Cakmak/Engelbert entschlossen, auch in diesem Jahr der Bevölkerung aus Fützen und Umgebung wieder das umfangreiche, überwiegend regionale Sortenspektrum anzubieten. Bereits der Start am Pfingstsamstag zeigte, dass die Kundschaft den Vor-Ort-Verkauf gern annimmt.
Einkaufsmöglichkeit besteht jeden Samstag zwischen 10 Uhr und 12.30 Uhr am gewohnten Standort im Bohlweg 2 in Fützen. Lediglich im August gibt es eine urlaubsbedingte Pause, auf die wir auf unserer Homepage rechtzeitig hinweisen werden.
(23.05.15)

Solidarischer Großeinsatz der Fützener Bürger beim zerstörten „Buchhof“
Vor genau einer Woche schrammte der Blumberger Stadtteil Fützen an einer todbringenden Wetterkatastrophe vorbei. In Zusammenhang mit einem schweren Gewitter hatte sich ein Tornado entwickelt, der südlich von Fützen bei den Siedlungen auf die Randensteige stürzte. (Wir berichteten) Während die meisten Siedlungshöfe verschont blieben traf es den „Buchhof“ mit zerstörerischer Wucht. Zurück blieb ein total zerstörter Bauernhof, dessen Bauteile, wie Ziegel aber auch ganze Dachteile bis zu zweihundert Meter Richtung Randenwald gefegt hatte. Hier gab es nichts mehr zu retten. Jedoch galt es die Abertausend kleineren und größeren Trümmerteile einzusammeln, damit wenigstens die Wiesen wieder gemäht und als Viehfutter abgeerntet werden können.
Da die Hausbesitzer hier eindeutig überfordert waren, rief Ortsvorsteher Georg Schloms vorausschauend  die örtlichen Vereine, die Bürger, wie auch die Feuerwehr zu einer konzertierten Aufräumaktion auf. Dieser Hilferuf blieb nicht ungehört, und schon am anderen Tag trafen sich etwa 50 Männer und Frauen vor Ort mit Traktoren, Radladern und Eimern, um diese Knochenarbeit zu bewältigen. Auch der Ortsvorsteher war stets vor Ort und bedankte sich im Nachhinein für den in 150-Mannstunden solidarischen Sondereinsatz und bezeichnete dies als Zeichen eine  funktionierenden Dorfgemeinschaft, was wieder einmal mit der spontanen Hilfsbereitschaft bei der Notlage einer einzelnen Familie unter Beweis gestellt wurde.
Diesem Dank schließen sich an dieser Stelle auch die betroffenen Familien des Buchhofes an. Sie lieferten gerne die Getränke für die freiwilligen Helfer, während der örtliche Metzger wieder großzügig das kostenfreie Vesper für die große Runde an den Ort der Tat brachte. Am darauf folgenden Sonntag gab es dann die reinste Völkerwanderung aus der nahen Schweiz und vom Hegau und bis Balingen/Württemberg mit Schaulustigen, die sehen wollten, welche Wunden der Tornado mit seiner zerstörerischen Kraft an Haus und Hof, aber auch den umliegenden Waldungen mit furchterregend anzusehenden Schneisen von Grimmelshofen her bis an den Randenaufstieg geschlagen hatte. Diese Schäden werden nun von Tag zu Tag sichtbarer.
Infokasten: Der „Buchhof“ nahe an der Grenze zur Schweiz gelegen, wurde im Jahre 1937/38 mit weiteren sechs Bauernhöfen auf Betreiben des damaligen „Reichsnährstandes“ errichtet. Die Bewerber um eine solche Hofstelle mussten logischerweise arischer Abstammung und verheiratet sein.

Während der „Waldhof“ mit Josef Meister, der „Wyhlhof“ mit Ernst Staub, der „Schlatthof“ mit Ernst Wild und der “Birchenhof“ mit Emil Wild von Fützener Bürgern belegt wurde, kamen die Betreiber des „Buchhofes“ Bernhard Ganter aus Tannheim bei Villingen, Erwin Schilling vom „Hölzehof“ kam mit seiner jungen Frau aus Löhningen-Rasbach bei Untermettingen und  schließlich wurde der „Lachenbuckhof“ von Josef Keller aus Neudingen besiedelt.
Jeder Hofstelle wurden 15 Hektar Land zur Bewirtschaftung zugeteilt. Heute werden nur noch zwei Höfe (Waldhof und Wyhlhof) herkömmlich landwirtschaftlich genutzt, der Betreiber des Birchenhofes betreibt die Felderwirtschaft von Lottstetten aus. Zur Einweihung dieser Neugründungen im Jahre 1938 kam eigens Gauleiter Robert Wagner angereist. (1946 als berüchtigter Nazi-Bösewicht zum Tode verurteilt.)
(22.05.15 – Bericht: E. Schüle, Bilder: E. Schüle/Privat)

 

Grundschule Fützen lud zum Tag der offenen Tür
Nach anstrengenden Tagen des Werkelns zeigten die Schulkinder der Grundschule Fützen zusammen mit Ihren Lehrkräften die durchweg gut gelungenen Ausstellungsstücke, die während der Projekttage entstanden sind.
In sechs Projekten zeigten die jungen Künstler ihr handwerkliches Geschick. Sechs Projekte waren in den verschiedenen Schulräumen anschaulich aufgebaut. Eingebunden in die Aktionswoche war auch wieder der Kindergarten Epfenhofen mit den künftigen Erstklässlern. Diese zeigten das überraschend gut gelungene Model der Sauschwänzlebahn rund um Epfenhofen. Projektleitung hatte Cornelia Rösch-Hewer.
Yvonne Frank hatte ihrer einen Hip Hop Tanz vortrefflich eingeübt, wobei das Outfit hierzu, die Mützen und T-Shirts von den Kindern selbst gestaltet wurden. Der Musikverein Fützen mit Sabine Hellstern, Andrea Gut, Stefanie Palka und Ulrike Tritschler zeigten mit ihrer Gruppe raffiniert gestaltete Musikinstrumente und führten damit einen rhythmischen Indianertanz vor.
Martina Baschnagel (Riedöschingen) hatte einen wichtigen Part übernommen und pragmatische Informationen rund um die Erste Hilfe für Schulkinder vermittelt. Begleitend besuchte sie mit ihren Zöglingen einen Rot-Kreuz-Rettungswagen in Donaueschingen.
Auch der pensionierte Schulrektor Michael Müller war wieder aktiviert worden und hatte seine Gruppe in die frühe Technik des Buchdrucks eingeführt.
Bei Klassenlehrerin Viktoria Bee wurde in der Papierwerkstatt das Papier schöpfen geübt, Papierblumen und Tagebücher gestaltet. Wandbilder und Fotos aus dem Schulgeschehen rundeten das malerische Bild in den Klassenräumen ab.
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Geschäftsführenden Schulleiterin Angelika Sitte (Riedöschingen). Erfreulich, dass auch Ortsvorsteher Georg Schloms, Pfarrer Peter Walter, sowie Klassenlehrerin Elisabeth Bulitta  die gelungene Ausstellung besuchten. Auch die ehemalige beliebte Klassenlehrerin Annette Will-Wagner ließ es sich nicht nehmen, mit Baby ihrer ehemaligen Dienststelle einen Besuch abzustatten. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.
(18.05.15 – Bericht: E. Schüle - Bilder: E. Schüle / M. Müller)

Appell zur Bürgerhilfe von Ortsvorsteher Georg Schloms
Liebe Mitbürger,

nach dem Stromausfall gestern hat mich die Feuerwehrleitstelle nahezu parallel mit der Feuerwehr um 01:15 informiert, dass in Fützen ein Dach komplett abgedeckt und ein Strommast umgeknickt sei. Zusammen mit unserer hervorragend angetretenen Feuerwehr, der ESB und dem Netzservice Transnet (Hochspannungsleitungen) haben wir dann die entsprechenden Stellen aufgesucht und abgesperrt.

Es ist offensichtlich ein Tornado/Windhose sehr punktuell von Richtung Westerholz über den Steinbruch nach Richtung Randen gezogen und hat eine Spur der Verwüstung hingelegt: 1 großer Strommast umgeknickt ( Zollbau Richtung Grimmelshofen ca. 800m) sowie den gottseidank nicht mehr bewohnten Buchhof  von Otmar Meister komplett zerstört. Zusammen mit der Feuerwehr haben wir dann alle anderen außen gelegenen Höfe, etc. besucht und konnten zu mindestens in der Nacht keine Schäden feststellen.

Ich habe mir heute bei Tageslicht nochmal ein Bild der Lage gemacht und kann nur sagen: Wir alle dürfen sehr froh sein, dass dieses Unwetter nicht durch Fützen gezogen ist; ich möchte mir nach Besichtigung des Buchhofs nicht vorstellen wie unser Dorf danach ausgesehen hätte.

Die ganze Wucht hat unseren Mitbürger Otmar Meister getroffen und ich möchte hiermit an die Solidarität aller appellieren, um Otmar eine erste, dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen:

Die Überreste des Daches sind großräumig auf der umliegenden Wiese verteilt, die somit nicht gemäht werden kann, ohne dass die Dachziegel in kleinste Stücke zerschlagen und so das Futter unbrauchbar würde. Diese Überreste müssten jetzt umgehend eingesammelt werden und ich bitte hiermit alle Adressaten im Vereins-, Freundes- und Bekanntenkreis zu fragen, wer sich am Samstag, den 16.5. um 10:00 Uhr an der Reinigung der Wiese beteiligen kann. Wir sollten am besten noch 3 Traktoren mit Heckwanne haben, um das Sammeln zu erleichtern. Für Speis und Trank wird natürlich gesorgt.

Mit besten Grüßen und der herzlichen Bitte um Ihre/Eure Mithilfe. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung Georg Schloms Ortsvorsteher

Mobil.Tel.: 0175 2952 404

Fützen schrammt an verheerendem Unwetter vorbei
Das in der Nacht zum Donnerstag heraufgezogene Unwetter hätte für die Gemeinde Fützen verheerende Folgen haben können.
Im Verlauf des äußerst starken Blitzgewitters mit Regen und zum Teil mit Hagel vermischt, entwickelte sich das hier eher seltene Phänomen eines Tornados, der von Blumegg her über die die Wutach, über die Museumsbahnstrecke und das Westerholz und hin zum Distrikt Breitwang sein volles Element über das Schlattkreuz zur Randensteige entfaltete. Dabei wurde das zum Glück stillgelegte Siedlungsgebäude der „Buchhof“, dermaßen deformiert, dass praktisch nur eine Ruine zu sehen ist (Foto). Das Anwesen gehört Ottmar Meister (Waldhof) und wurde einst von seinen Großeltern Bernhard und Wilhelmine Ganter bewirtschaftet.
Die Abteilungswehr von Fützen war die ganze Nacht im Einsatz, um Wege von umgestürzten Bäumen freizumachen. Ein Bautrupp der Blumberger ESB war  schon frühmorgens im Einsatz, um die Stromversorgung zu den Siedlungen wieder herzustellen. Der gewaltige Sturm hatte nicht nur Holzmasten umgeworfen, sondern an der Landstraße nach Grimmelshofen sogar einen großen Gittermasten wie ein Streichholz geknickt.
Weiter stellte die Abteilungswehr unter der Leitung von Patrick Gleichauf Sturmschäden an der Bahnlinie im Bereich Stockhalde fest. Die Museumsbahn konnte daher am Feiertag ((Vatertag) nur zwischen Zollhaus-Blumberg und Fützen verkehren. Es wird Tage dauern, bis die Schäden vor allem an Bäumen und im Wald im Bereich der etwa 30 Meter breiten Schneise, die der Tornado gezogen hat, wieder behoben sind.
In Mitleidenschaft gezogen wurden in diesen Bereichen auch Wiesen und Fruchtäcker, die wie ein Brett niedergewalzt wurden. Das auf dem höchsten Punkt an der Straße nach Beggingen/CH stehende stabile „Schlattkreuz“ wurde geknickt und einige Meter in den Acker getragen.
Im Ort Fützen gab es zum Glück keine Schäden, da der Tornado geradezu einen Bogen um das Dorf und Richtung Schweizer Grenze zog und dort sein Unwesen trieb. Auch die nahe Schweiz, Familie Vogelsanger vom „Landenhof“, deren landwirtschaftlicher Betrieb in unmittelbarer Nähe zum „Buchhof“ liegt, wurde auf Anfrage wie durch ein Wunder verschont.
Anmerkung:
Kein Bürger von Fützen, auch nicht der Verfasser dieses Berichtes (85) kann sich an einen solch verheerenden Tornado erinnern, indessen gab es bei Unwettern schon mal starke Überflutungen durch den Kommenbach, da Kühe aus den Stallungen fortgeschwemmt, also buchstäblich „de Bach na gange sind“.
(14.05.15 – Bericht E. Schüle und Bilder: E. Schüle / M. Müller)

 

Landwirte im Dauerstress
Mit einer schlechten Wetterprognose im Nacken und mit explosionsartig gewachsenem Grünfutter auf den Wiesen, hat für die Fützener Landwirte bei der Heuernte wieder der alljährliche Wettlauf mit der Witterung begonnen. So wurden alleine am vergangenen Montag in einer konzertierten Aktion weit über 100 Hektar Grünfutter geschnitten und in die vorbereiteten Silobehälter eingefahren.
Bei Arnold und Lukas Gleichauf war Adolf Leingruber aus Epfenhofen mit im Einsatz und bei Dieter Gleichauf waren der Schwiegervater aus Lausheim und Walter Basler aus Fützen bis in die späte Nacht mit ihrem Maschinenpark vor Ort.
In der Hoffnung, dass die angesagten Unwetter noch eine geraume Zeit auf dem Atlantik oder im Norden ihr Unwesen treiben, werden die Väter den Vatertag wohl auf ihren Feldern verbringen, um dann aber mit Genugtuung auf volle Silos und eine damit gesicherte Futterversorgung für ihre zum Teil auf über 100 Milchkühe gewachsenen Tierbestände blicken zu können.
Vieles hat sich gewandelt und so wird heute nur noch ein kleiner Teil des Heugrases auf den Wiesen getrocknet und auf dem „Heustock“ eingelagert, sondern hauptsächlich als Silage meist sogar, da viel Platz notwendig, außerhalb des Bauernhofes eingebunkert.
(12.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Karlheinz Brandl 10 Jahre Priester
Gewohnt, nicht viel Aufhebens um seine Person zu machen, feierte Pfarrer Karlheinz Brandl am gestrigen Sonntag in der Stadtkirche St. Andreas mit seiner Pfarrgemeinde sein 10-jähriges Wirken als Priester und Seelsorger. Im Anschluss an die Liturgiefeier überreichte ihm Bertram Sutter in Vertretung des Pfarrgemeinderates mit verbindlichen Dankesworten einen Geschenkkorb, mit kulinarischen Köstlichkeiten, da auch ein Pfarrer schließlich etwas für sein leibliches Wohl tun müsse. Sutter wünschte ihm für sein weiteres sicher nicht leichter werdendes Wirken im Weinberg des Herrn und bei der nun noch größer gewordenen Seelsorgeeinheit Blumberg viel Kraft und die Gnade Gottes. Pfarrer Brandl (50) wurde als Spätberufener am 8. Mai 2005 in St. Peter zum Priester geweiht. Nach Vikarsjahren in Bad Krozingen und Immendingen wurde ihm als Nachfolger von Edgar Wunsch am 1. Oktober 2010 in einem feierlichen Akt von Dekan Josef Fischer im Auftrag von Erzbischof Robert Zollitsch die Leitung der Seelsorgeeinheit Blumberg übertragen.
(11.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Mai 1955: Glocken läuten wieder für den Frieden
Wie bereits im Ersten Weltkrieg, so wurden auch im Zweiten Weltkrieg in den meisten Gotteshäusern die Kirchenglocken als kriegswichtiges Material (Bronze) zwangsweise eingezogen, eingeschmolzen und der Rüstungsindustrie zu geführt.
Vor dieser Zwangsmaßnahe blieben auch die römisch-katholische, wie auch die altkatholische Kirchengemeinde in Fützen nicht verschont. So wurden in der St. Vitus-Kirche vier und in der Erlöserkirche zwei Glocken konfisziert. Je eine Glocke durfte im Turm verbleiben. Erst zehn Jahre nach Kriegsende, im Jahre 1955 war es möglich, durch großherziges Spendenaufkommen eine Neubeschaffung in die Wege zu leiten. Dabei gingen die damaligen Kirchenverantwortlichen beider Konfessionen bereits ökumenisch und pragmatisch vor. Und so wurden am 1. April 1955 bei der Glockengießerei Heinrich Kurtz in Stuttgart für die St. Vituskirche fünf und für die Erlöserkirche zwei neue Glocken gegossen. Die Glockenweihe fand schließlich am 8. Mai 1955 statt und wurde von der gesamten Bevölkerung mit einem großen Fest gefeiert. Am 12. Mai 1955 erklangen die aufeinander abgestimmten Glockenensembles der beiden Kirchengemeinden zum ersten Mal gemeinsam.
Für die römisch-katholische Kirchengemeinde (Pfarrer Ulrich Waibel) waren zum feierlichen Akt Dekan u. Geistl. Rat Karl Armbruster aus Eggingen und für die Altkatholiken (Pfarrer Heinrich Schmitt) gar Weihbischof Dr. Otto Steinwachs aus Bonn angereist.
Der Anschaffungspreis für die neuen Glocken der römisch-katholischen Kirchengemeinde belief sich auf 33.170 Deutsche Mark zuzüglich 5000.-DM für das Läutewerk. Die größte Glocke in der St. Vitus-Kirche mit 1940 Kilogramm stiftete die Gemeinde zum Gedenken an die Gefallenen der großen Kriege. Eine weitere Glocke mit 800 Kilogramm stifteten zwei Familien aus der Gemeinde.
(07.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Der Muttertag naht
Mit einem selbstgefertigten Geschenk wollen die Kinder von Fützen Mama und Papa an ihrem Ehrentag, dem Mutter und danach dem Vatertag überraschen.
Fachkundigen Beistand holten sie sich dieser Tage dazu im Landfrauenheim. Dort wurde unter Anleitung von Vroni und Nicole Gleichauf, Heidi Boma und Traudel Zeller geformt, geklebt und bemalt. Dann wurden die schicken Unikate sorgsam verpackt und nun zu Hause gut verwahrt, damit die Überraschung an den Ehrentagen der Eltern dann auch gelingt und Freude bringt.
(03.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Kobolde in der Maiennacht
In Fützen sagten sich die findigen Kobolde in der Nacht zum 1. Mai, wenn wir was machen, machen wir Rechtes und Nützliches für die verkehrsgeplagten Familien. So scheuten sie sich nicht, trotz Dauerregen an beiden Ortseingängen fachgerecht gebastelte Verbotsschilder anzubringen, die den Durchgangsverkehr künftig aus dem Ort fernhalten und damit zur willkommenen Verkehrsberuhigung beitragen sollen. Ganz nebenbei sammelten sie alle verfügbaren PKW-Anhänger und deponierten diese unter dem Dach des Pavillons in der Ortsmitte zur Auswahl.
Indessen scheint es in Fützen kaum noch schöne Mädchen zu geben, denn es konnte nur an einem Haus ein Tännle (Maien) entdeckt werden, das von einem heimlichen Verehrer seiner „Schönen Maid“ an das Haus genagelt wurde.
(01.05.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Senioren singen Frühlingslieder
Mit fröhlichen Liedern begrüßten die Senioren von Fützen und Riedöschingen den Monat Mai, wenn auch an diesem Nachmittag noch ein kalter Wind durch die Straßen zog. Doch im gemütlichen „Galli“ herrschte eitler Sonnenschein.
Dem Vorsitzenden Ewald Wilhelm, der am Vortag seinen 79. Geburtstag feierte, wurde kräftig zugeprostet und Erich Schüle erteilte ihm in Gedichtform weise Ratschläge nach dem Motto: „Gönn Dir was“. Ernst Keller schmetterte mit dem Akkorden unermüdlich die allseits beliebten und immer noch bekannten Volkslieder und wurde dabei von den gut gelaunten Senioren bei Kaffee und Kuchen aus voller Kehle unterstützt.
Der ursprünglich angesagte Vortrag von Sr. Mechthild Keller (Tansania) soll im Juni nachgeholt werden. Die Zusammenkunft im Mai findet im Wechsel wieder in Riedöschingen statt, der Termin liegt noch nicht fest.
(29.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Neuer Rat im Rat
Mit Blick auf den Berufsstand der amtierenden Ortschaftsräte und deren Terminkalender scheint sich der Samstag zunehmend zu einem Tag der Kommunalpolitik zu entwickeln. So auch am vergangenen Samstag, als Ortsvorsteher Georg Schloms seine Ratskollegen zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen hatte.
Es galt, gemäß der Gemeinde-Wahlordnung, den vakant gewordenen Sitz von Joachim Jakob wieder „zeitnah“ zu besetzen. (Wir berichteten darüber). Zunächst dankte der Ortsvorsteher seinem Kollegen für seine stete Bereitschaft, während der immerhin 11 jährigen Arbeit am Ratstisch, aber auch wenn es galt, Hand anzulegen, immer schnell per Zuruf oder über das Internet zur Stelle gewesen zu sein. Damit wurde er seiner politischen Verantwortung gerecht. Jakob bedankte sich für das ihm überreichte Präsent und die wohlverdienten Worte und lud zu einem Umtrunk in sein schmuckes Wohnhaus ein, sobald hier die Maler fertig seien.
Danach nahm der Schultes dem Nachfolger Martin Braun die vorgeschriebene Eidesformel ab und lud ihn zur weiteren kontinuierlichen Mitarbeit, wie dies beim Vorgänger stetes der Fall gewesen sei, herzlich ein. Braun dankte den neuen Kollegen/in für deren Glückwünsche und lud ebenfalls zu einem weiteren Kennenlernen in sein Heim ein. Martin Braun (44), Vermögensberater, ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt seit 10 Jahren in Fützen, betritt mit der neuen Aufgabe, auf die er sich freut, aber Neuland.
Im Nachgang wies der Ortsvorsteher darauf hin, dass man sich im Ratsgremium bei der nächsten Sitzung beraten müsse, wie man sich die beschlossene Erhaltung, bzw. die Darstellung und Verwendung des bisherigen Wasserbehälters vorstelle. Des Weiteren gelte es, dem Ortschaftsrat und den Bürgern seitens der Verwaltung klarzustellen, über welche Mittel der beschlossene Ausbau der Zufahrtstraße zum Hochbehälter vom Friedhof her erfolgen soll, hier gäbe es wohl noch Irritationen und somit Klärungsbedarf.
(26.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Bewegtes Kriegsende an der Schweizer Grenze aufgezeigt
Nicht nur in unseren Tageszeitungen wird dieser Tage umfassend über die bitteren Erinnerungen, da der Krieg vor exakt 70 Jahren an der Grenze zur Schweiz zu Ende ging, berichtet. In Schleitheim, auf Schweizer Seite zwischen Stühlingen und Fützen gelegen, widmet der dortige Verein für Heimatkunde diesen ereignisreichen Tagen entlang der Grenze zwischen Waldshut und dem Hegau eine außergewöhnliche Ausstellung.
Am vergangen Freitagabend kamen zur Eröffnung (Vernissage) über 100 geladene Gäste bis zurück aus dem Raum Zürich, aber auch aus dem deutschen Umland, aus Blumberg, Fützen, Grimmelshofen, Weizen oder Stühlingen ins beschauliche „Museum Schleitheimertal“. Für die Eröffnung hierzu ermöglichte die geräumige Evangelische Kirche die besten räumlichen und akustischen Bedingungen.
Umrahmt mit einfühlsamen Stücken, an der Orgel Pia Fuchs, konnte Willi Bächtold als Leiter des rührigen Heimatkundevereins neben Gemeindepräsident Hans-Rudolf (Ruedi) Stamm, der nachher auch selbst Grußworte an die Gäste richtete, auch die Regierungsrätin des Kantons Schaffhausen, Rosmarie Widmer Gysel begrüßen. Walter Wolf (85) Historiker aus Schaffhausen, referierte in der weiteren Einführung treffend mit seinen Leitgedanken: 1945: Flüchtlinge auf Schaffhauser Boden, was sodann im Museum in aufrüttelnden Bildern, Collagen und Schriften besichtigt werden konnte. Darunter waren auch bewegende Dankbriefe von ehemaligen Flüchtlingen, Zwangsarbeitern, gefangenen und verwundeten Soldaten, die seinerzeit in Spitälern von Schaffhausen oder Winterthur behandelt und versorgt worden waren.
Auf einer beeindruckenden Informationstafel in Wort und Bild wurden auch die Ereignisse bei Fützen und Grimmelshofen bestens illustriert. Große Beachtung fand eine Videoschau von der folgenschweren Bombardierung von Schaffhausen am 1. April durch alliierte Bomber, bei der 40 Tote und 271 Verletzte zu beklagen waren und über 1000 Arbeiter über Nacht  ihren Arbeitsplatz wegen Zerstörung ihrer Arbeitsstätten verloren.
Bei einem in Schweizer Gastfreundschaft angebotenen Apéro auf dem großzügig ausgebauten großen Dachboden des altehrwürdigen Gebäudes blieben die Gäste noch gerne beim Austausch von Erinnerungen und alten Bekanntschaften beisammen.
(26.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Siehe auch Sonderausstellung in Schleitheim (Unsere Tipps für Sie) am linken Seitenrand

 

Wider das Vergessen                               von Erich Schüle                                    22. April 2015
April 1945: Die Schlacht um Fützen
Bekanntlich heilt die Zeit Wunden und so ist es in Fützen wohl auch mit dem Erinnerungsvermögen 70 Jahre zurück in die wohl schwärzesten Tage und Wochen seit den Seuchen und Hungersnöten im Mittelalter oder dem Großbrand 1910. Dies umso mehr, als es heute nur noch wenige Zeitzeugen gibt, die sich nach 70 Jahren Frieden und heutigem Wohlbefinden an diese so verhängnisvollen Tage zu erinnern vermögen.
In den Tagen um den 26. April 1945 jedoch standen dicke schwarze Rauchwolken über dem Bauerndorf Fützen, verursacht durch starken Granatenbeschuss aus französischen Panzern, die sich unterhalb des Ortseingangs von Grimmelshofen her auf Fützen „eingeschossen“ hatten, um die sich eingenisteten Restbestände deutscher Kampftruppen zu vertreiben.
Schon Tage zuvor wurde das Dorf von Behla aus mit Granaten beschossen, nachdem Aufklärungsflugzeuge die Ziele ausgemacht hatten. Dabei gab es die ersten Toten unter den Bürgern. Die Tragödie hatte bereits  am Sonntag, 22. April begonnen, da versprengte Teile des 18. SS-Korps unter General Keppler durch Fützen zogen, um sich über den Randen an den Bodensee durchzuschlagen.
Dies blieb den französischen Aufklärungsflugzeugen, die ungefährdet ständig über Buchberg und Randen kreisten, natürlich nicht verborgen. Nachdem sich bei zunehmenden Granateinschlägen die Menschen in ihren Häusern, im katholischen Pfarrhaus hatte Ortspfarrer Ulrich Waibel im Kellergewölbe etwa 65 Personen Unterkunft gegeben, nicht mehr sicher fühlten, flüchtete ein Großteil der Dorfbewohner unter Mitnahme von Hab und Gut mit Leiterwagen und vorgespannten Kühen an die Schweizer Grenze, in den Hochwald oder in den Tunnel am Achdorfer Weg.
Der Höhepunkt der sich anbahnenden Tragödie, die später in Berichten als Panzerschlacht um Fützen bezeichnet wurde, begann ab Mittwoch, 25. und 26. April. Versprengte deutsche Truppen hatten sich im Ort festgekrallt, verwehrten in erbitterten Kämpfen den Franzosen die Erstürmung des Dorfes und zwangen diese schließlich zum Rückzug, um so die Einkesselung zu verhindern und die Öffnung zum Randen und Hegau aufrecht zu erhalten. Zur Unterstützung forderten die Franzosen daraufhin Jagdbomber an, die aber die Ziele verfehlten und deren tödliche Fracht außerhalb des Dorfes niederging. Bald nach dem Rückzug aber erschienen die Angreifer verstärkt wieder und schossen das Dorf mit einer Dauerkanonade buchstäblich sturmreif.
Inzwischen hatten sich zwei beherzte Männer aus Fützen, (Johann Gg. Gleichauf und der spätere Bürgermeister Justin Gleichauf), unbemerkt mit dem Fahrrad und weißer Fahne auf den Weg nach Blumberg gemacht, um dort bei den Franzosen um Verschonung des Ortes zu bitten und Fützen kampflos zu übergeben. Zu ihrem Entsetzen starteten die  deutschen Truppen zeitgleich wieder einen neuen verzweifelten Vorstoß aus dem Ort heraus, und so wurden die damit unglaubwürdigen  Botschafter in Zollhaus kurzerhand in einen Keller gesperrt, konnten aber kurz vor Überstellung in ein Gefangenenlager nach Villingen, entfliehen und auf  ihnen  bekannten Schleichwegen wieder zu ihren besorgten Familien heimkehren, für die sie bereits als verschollen galten.
Bedrängt von der Übermacht der Angreifer zogen die deutschen Kämpfer um Mitternacht unter Zurücklassung ihrer schweren Kampfgeräte ab, um sich in die nahe Schweiz oder in Richtung Hegau abzusetzen. Am Freitag, 27. April 1945, ab 10.30 Uhr rollten die französischen Panzertruppen in das brennende Dorf und einige Tage später ordnete der noch lange siegessichere General Keppler die Auflösung des einst kampfstarken 18. SS-Armeekorps an, was den endgültigen Zusammenbruch der Front längs der Schweizer Grenze und zum Bodensee bedeutete.
In Fützen aber lagen 16 Häuser in Schutt und Asche und die Kadaver von 45 Stück Großvieh in den ausgebrannten Stallungen verbreiteten einen unerträglichen Gestank. Auch der Kirchturm, auf dem die deutschen Verteidiger Beobachtungsposten bezogen hatten, war durch den Beschuss einsturzgefährdet. Indessen wollen Zeugen beobachtet haben, dass SS-Soldaten vor ihrem Abzug das Schul- und Rathaus in Brand steckten, dabei wurden sämtliche Grundbuchakten ein Raub der Flammen.
Die Sieger begannen sofort mit Hausdurchsuchungen. Es kam zu Repressalien und auch Vergewaltigungen. Im katholischen Pfarramt wurde zunächst die Kommandantur eingerichtet, die später in das Kaufhaus Wehinger verlegt wurde. Im Ort wurde, soweit es die Besatzer zuließen, echte Nachbarschaftshilfe geleistet.

Dankbar aber muss auch heute nach 70 Jahren wieder erwähnt werden, dass die benachbarte Schweiz in jenen Tagen echte humanitäre Hilfe leistete. Das Gelände entlang der Grenze war längst mit Stacheldraht versperrt. Dort warteten über 100 verängstigte, hungernde und total verstörte Fützener buchstäblich mit Kind und Kegel auf Hilfe, wo sie schließlich durch den Drahtverhau von den Familien Vogelsanger, Schudel u. A. wenigstens mit Lebensmitteln, vor allem Milch, versorgt wurden. Als die französischen Panzer am 27. April bis an die Staatsgrenze vorrückten, wurden die Absperrungen entfernt und  die deutschen Flüchtlinge, wenn auch nur für kurze Zeit interniert, mussten also nicht mehr um Leib und Leben bangen. Aus der Schweizer Militärküche des zur Grenzsicherung angerückten Appenzeller Regimentes wurden sie großzügig versorgt. Auch als später im von den Besatzungsmächten besetzten Ort allmählich Ruhe einkehrte, die „Flüchtlinge“ ihre zum Teil stark demolierten Häuser wieder bezogen hatten, leisteten die Bewohner aus den Schweizer Nachbarorten Beggingen und Schleitheim weiter echte Nachbarschaftshilfe mit Lebensmittel- und Kleiderspenden und später auch mit Baumaterial. Aber auch die Gemeindeverwaltung von Fützen stellte kostenlos Bauholz aus dem Gemeindewald zur Verfügung.
Wenn auch bald die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben wurde, so verlief das wieder erwachende Leben im Ort nicht ohne Erschwernisse für die Bewohner. Ständig mussten Hühner, Schweine, Kartoffeln und Gemüse an die Besatzer abgeliefert und Leute zum Kartoffelschälen in die Militärküche abgestellt werden. Herumliegende Gefallene mussten beerdigt und die vielen Tierkadaver (Pferde) beim Wellblechweg eingesammelt und vergraben werden. Insgesamt gab es in Fützen 70 stark beschädigte Häuser. Vor der Kommandantur (Wehinger) wurde morgens und abends die Flagge Frankreichs (Die Tricolore) gehisst, bzw. wieder eingezogen. Dazu gab es für die Bewohner die so genannte „Hutpflicht“, indem die Fahne beim Vorbeigehen gegrüßt und der Hut abgesetzt werden musste. Wen man beim Nichtbefolgen ertappte, wurde umgehend zum Kartoffelschälen abkommandiert oder erhielt eine Strafe.
Bei Aufräumungsarbeiten wurde die Tochter der Familie Röthenbacher (Altvogt), Karoline, unter einer einstürzenden Mauer begraben und tödlich verletzt. Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass all die Sorgen und Unbilden dieser schweren Tage in vielen Fällen alleine von den Frauen, Müttern und zum Teil den Großeltern, zu bewältigen waren, da sich die Männer und erwachsenen Söhne entweder noch an der Front, bzw. Gefangenschaft befanden oder gar gefallen waren. Erst nach und nach wurde im Ort bekannt, welchen todbringenden Gefahren die umliegenden Orte wie Randen oder Achdorf-Aselfingen in diesen Tagen ausgesetzt waren.

Quellen: Aufzeichnungen von Pfarrer Ulrich Waibel, Fützen, Ortschronik Fützen, Fred Trendle, Buch: 10 Tage im April, Gemeindearchiv Schleitheim/CH, Willi Bächtold, Hegau-Bibliothek, Singen/Htwl., Zeitzeugen aus dem Dorf. Bilder Archiv Trendle

 

Siehe auch Sonderausstellung in Schleitheim (Unsere Tipps für Sie) am linken Seitenrand

Bauhof in Fützen aktiv
Am vergangenen Donnerstag war ein Großteil des Bauhofes und des Wasserwerkes im Stadtteil Fützen im Einsatz.
Während hoch über dem Ort auf dem „Homberg“ die Männer vom Wasserwerk die finalen Arbeiten beim neuen Wasserhochbehälter und der damit verbundenen Eröffnung der neuen Wasserzufuhr (Bericht) erbrachten, waren 200 Meter nebenan die Stadtgärtner dabei, auf dem Friedhof neue Bäume zu pflanzen. Es handelte sich dabei um eine Platane und vier Hainbuchen, welche die Friedhofanlage nun wieder aufwerten und ihr ein neues Gesicht geben.
Etliche Bäume waren bekanntlich im vergangen Jahr krank geworden und mussten entfernt werden. Die jetzt nahe an der Einsegnungshalle eingepflanzte gut schattenspendende Platane soll später den Besuchern bei Beerdigungen an heißen Sommertagen den Aufenthalt angenehmer machen.
(17.04.15  -  Bericht und Bilder: E. Schüle)

Fützen macht Druck
Neuer Wasserhochbehälter ist angeschlossen

Seit Donnerstag wird der Stadtteil Fützen aus dem neuen Wasserhochbehälter mit frischem Trinkwasser bedient. Fast unbemerkt für die Bürger arbeiteten die Männer vom Wasserwerk im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck an der Umstellung der Wasserversorgung vom alten Wasserreservoir zum neuen Hochbehälter.
Dabei musste jeder Handgriff sitzen und gut vorbereitet sein, denn es galt, in nur zweimal drei Stunden den Umbau vorzunehmen und dazu musste die Wasserzufuhr im ganzen Ort unterbrochen werden. Viel Vorarbeit musste noch geleistet werden. Am vorgesehenen Ort hatte die Baufirma Steuer die alte Leitung mit dem Bagger freigelegt und diese wurde nun durchgetrennt und das vorbereite Rohr eingesetzt. Eine Präzisionsarbeit war schließlich noch der Einbau eines wichtigen Teilstücks der künftigen Wassersteuerung, nämlich das Druckventil (Druckminderung) in einem ebenfalls tags zuvor vorbereiteten Schacht. Von hier kann künftig sehr sensibel der Wasserdruck nach Bedarf gesteuert werden.
Pünktlich wie vorgesehen drehte Wassermeister Markus Fricker mit großer Befriedigung und berechtigtem Stolz über das Geschaffene, am Donnerstag buchstäblich am „Rad“ der Fützener Dorfgeschichte und öffnete den Wasserhahn wieder für das wichtigste Lebensmittel für die Menschen, das köstliche Trinkwasser. Noch aber war die Arbeit nicht zu Ende, denn es mussten an mehreren relevanten Stellen im Ort die Leitungen entlüftet werden. Da bis zur Stunde alles reibungslos klappte, nahmen die fachkundigen Männer vom Wasserwerk die Überstunden an diesem Tag gerne in Kauf.
Für die Bürger im Dorf ist nunmehr eine optimale Versorgung aus den beiden jeweils 175m³ fassenden Wasserkammern gewährleistet und es besteht die Möglichkeit, den Druck künftig kontrolliert um bis zu ein Bar zu erhöhen. Wenn bis im Sommer die Begrünung der Außenanlage wie auch der Ausbau der Zufahrtsstraße fertiggestellt ist, wird bei einem nass-fröhlichen Wasserfest dieses Jahrhundertwerk vom Bürgermeister persönlich eingeweiht (am 17. März 2014 vollzog er auch den ersten Spatenstich). Dort werden die Bürger dann gerne über alle technischen Daten, wie auch über die erbrachten finanziellen Leistungen umfassend informiert.
(17.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Feuerwehr sammelt Wohlstandsmüll
Seit es in Fützen keine aufgelösten Bauernhöfe mehr auszuräumen gibt, müssen sich die Feuerwehrkameraden mit etwas leichterer Schrottware begnügen. Doch in diesem Jahr gab es neben Ofenrohren und Drahtgeflecht erfreulicherweise einiges an Wohlstandsmüll abzuholen, übrigens ein Zeichen, dass es den Bürgern gut geht.
So konnten die Florianjünger neben einigen schweren Gerätschaften gut ein halbes Dutzend Waschmaschinen, alte Öfen und Herde in die bereitgestellten großen Container beim ehemaligen Dreschschuppen deponieren. Da der Schrottpreis derzeit befriedigend ist, wird das pekuniäre Ergebnis verdientermaßen die Kameradschaftskasse bereichern.
(12.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Ostermontag in St. Vitus Fützen
Auch am Ostermontag versammelte sich die St. Vitus-Gemeinde noch einmal in der Pfarrkirche, um in einem Familiengottesdienst die Auferstehung zu feiern. Die Heilige Messe zelebrierte wieder Pfarrer Karlheinz Brandl. Am Schluss der Eucharistiefeier segnete er die von den Gläubigen mitgebrachten Osterspeisen, wobei aus den Körbchen auch da und dort ein neugieriger Schokohase herausblinzelte. Der Seelsorger meinte bei seinen Segensgebeten, die mitgebrachten Speisen sollen als Dank an Gott gesehen werden, dass wir täglich satt werden, aber auch daran erinnern, dass wir das, was wir in unserem Land in Fülle haben, bereit sein sollen mit anderen zu teilen. Auch nach den anstrengenden Tagen war die Schola mit ihrer Leiterin Renate Günthner wieder präsent und umrahmte den Gottesdienst mit ansprechenden Liedern.
(06.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Gott lebt in den Herzen derer die glauben
Christen feiern die Auferstehung des Herrn

In gut besuchten Gottesdiensten trafen sich in den Gotteshäusern der Seelsorgeeinheit Blumberg viele Gläubige, um mit ihren Seelsorgern freudig das Osterfest zu feiern.
Zu später Stunde, um 21 Uhr, feierte die St. Vitusgemeinde in Fützen die „Nacht der Nächte“ und nach den düsteren Gedanken des Karfreitags, entzündete Pfarrer Karlheinz Brandl trotz Regens auf dem Kirchplatz die beiden Osterkerzen von St. Vitus, Fützen und St. Gallus, Epfenhofen. Damit ging es in einer Prozession in die abgedunkelte Kirche, wo nach dem dreimaligen Ruf des Priesters „Lumen Christi“ zunächst von den Lektoren die vorgegebenen Lesungen vorgetragen wurden. Als Höhepunkt der Lichterfeier sang Kantorin Renate Günthner das sehr anspruchsvolle „Osterlob“ (Exsultet). Dann aber erstrahlte beim Gloria das Gotteshaus in hellem Lichterglanz und Orgel und die Kirchenglocken verkündeten laut die Auferstehung des Gekreuzigten hinaus in die Nacht. Das festliche Hochamt umrahmte die Schola unter der Leitung von Renate Günthner, an der Orgel Jessica Spiess.
Pfarrer Karlheinz Brandl meinte in seiner Ansprache, mit dem Tod des unschuldigen Jesus von Nazareth sei am Kreuz der Gott des Universums gestorben und kein Gott hätte die Frevler, die Ungehorsamen und die Verstockten daran gehindert diesen Gott hinzurichten, auszuschalten. Und heute würden diesem Gott im Land die Menschen davonlaufen, in den Satirenmagazinen würde er zum Gelächter gemacht, dieser Gott, der mit seinen Ansichten störe und den man nicht mehr verstehe. Doch der wahre Gott sei anders als wir Menschen ihn uns vorstellen, denn dieser gehe den Menschen nicht in den Kopf, sondern ins Herz wenn es ihm geöffnet wird. Nur dieser wahre Gott lebe und wirke in den Herzen derer die glauben, auch wenn sie nicht alles verstehen. Und dieser neue dreieinige Gott sei an Ostern auferstanden, endgültig und werde ewig präsent sein, um die mit dem Herzen glaubenden einst mit offenen Armen zu erwarten.
Auch Pfarrer Erwin Roser (Riedböhringen) meinte gleichlautend in seiner Ansprache, Auferstehung könne man nicht verstehen, höchstens erahnen. Auferstehung sei nicht allein Sache des Kopfes, der Erkenntnis, des Verstehens, sondern vielmehr die eines wachen Herzens. An Ostern durchbreche Gott für den Menschen alle Ordnungen von Leben und Tod, hebe alle Gegensätze auf und führe sie zusammen und damit habe der Tod seit Ostern nicht mehr das letzte Wort und nach Gottes Gesetzen gehe das Leben weiter.
Pfarrer Peter Walter (Riedöschingen) sagte, das Wissen, dass Christus wirklich auferstanden sei, sei das grundlegende Herzstück des Glaubensbekenntnisses, das alle vereine und sich immer neu in der Eucharistie fortsetze.
Zur Osternachfeier hatte Pfarrer Brandl alle 18 Erstkommunionkinder der Seelsorgeeinheit Blumberg eingeladen. Erstmals wurde ebenfalls in der Osternacht in einem feierlichen Ritual einem jungen Mädchen aus Fützen das Sakrament der Taufe gespendet.
In Blumberg feierte der Stadtpfarrer die Auferstehung des Herrn mit der Gemeinde am Sonntag im Morgengrauen um 6.30 Uhr als Zeichen, dass mit der Auferstehung nach der düsteren Nacht des Todes ein froher Morgen folge. Das Exsultet als Höhepunkt der Lichterfeier trug hier Kantor und Organist Karl Scheu aus Kommingen vor.
(06.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Ostern naht
Nach alter Überlieferung schweigen von Gründonnerstag nach dem Gloria sowohl die Kirchenglocken, wie auch die Orgeln, um damit die Stimmung über den Tod Jesu auszudrücken. Den Ministranten, wie hier in Fützen, macht es indessen sichtlich Spaß, mit dem lauten Rattern einer Rätsche die Gläubigen zu den liturgischen Feiern zu rufen. In der Osternacht werden sowohl die Orgeln wie auch die Glocken wieder mit in die Jubelfeier der Auferstehung einstimmen.
(04.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Erst das Gebet, dann die Schokoladentorte
Einen besinnlichen, aber auch überaus informativen Nachmittag erlebten die St. Gallus-Senioren anlässlich ihrer Zusammenkunft im Gasthaus zur „Frohen Einkehr“. Mit Blick auf die Karwoche hatte die Vorsitzende Inge Fluck eine Kreuzwegandacht zusammengestellt, die mit besinnlichen Liedern untermalt wurde.
Nach der obligatorischen Kaffeerunde mit gespendeten Kuchen zeigte Realschul-Rektor i. R. Edwin Fluck als Bürger der Gemeinde und profunder Kenner der Heimatgeschichte eine Diaschau. Sehr alte Bilder, teilweise regelrechte Raritäten, die er im Rahmen der Pflege der Ortschronik in Jahren zusammengetragen hatte und die bis in die Zeit vor dem Bahnbau zurück reichten, so unter anderem die bauliche Entwicklung des ortsbildprägenden Hotel Löwen beeindruckten die Anwesenden.
Dabei ging es dem begeisterten Heimatforscher aber auch darum, bei den anwesenden Senioren wieder einmal  die Geschichte und Entwicklung der Dorfheimat und deren Persönlichkeiten aufleben zu lassen, die nicht zuletzt durch den Bahnbau geprägt wurde, die Landschaft stark veränderte und sich vom reinen Bauerndorf zur heutigen stattlichen Wohngemeinde entwickelt hat. Geschichte sei Bewegung in der Zeit, erläuterte der pensionierte Pädagoge und so gelang es ihm auch, diese Bewegungen seinen Mitbürgern nicht nur mit den Bildern, sondern auch mit seinem spannenden Referat aufzuzeigen.
Inge Fluck bedankte sich bei ihm mit einem Weinpräsent und einem Strauß heimischer Gewürzkräuter für die Küche seiner Gattin.
(02.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

Osterkuchen und froher Gesang
Einen kurzweiligen Nachmittag erlebten die Senioren aus Fützen und Riedöschingen im Gasthaus "Hegauer Hof" in Riedöschingen. Bei leckerem Kuchen wurden wieder die alten Volkslieder gesungen und die Akkordeonspieler Ernst Keller und Ewald Wilhelm umrahmten die Unterhaltung mit bekannten Weisen.
Die nächste Zusammenkunft findet am 28. April im Gasthaus "Zum Kranz" in Fützen statt. Dort wird die Fützener Missionsschwester Mechthild Keller einen Lichtbildervortrag über ihre Arbeit bei den Massai in Tansania halten.
(01.04.15 – Bericht und Bilder: E. Schüle)

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